Draußen ist es vergleichsweise mild, trotzdem läuft die Heizung in der Wohnung weiter und die Heizkörper werden ungewöhnlich warm. Das ist nicht nur unangenehm, sondern kann sich auch auf den Verbrauch auswirken. Bevor Sie jedoch vorschnell den Notdienst kontaktieren oder die Fenster aufreißen und für viel Geld nach draußen heizen, lohnt sich ein kurzer Check der möglichen Ursachen. Häufig steckt ein vergleichsweise kleines, mechanisches Problem dahinter, das sich mit einfachen Prüfungen schnell eingrenzen lässt. Mieter sollten hier aber vorsichtig sein und die Ursachensuche besser dem Vermieter überlassen.
- Was bedeutet es, wenn die Heizung nicht mehr ausgeht?
- Welche Ursachen kann eine ständig laufende Heizung haben?
- Heizung geht nicht mehr aus: Die Ursachen im Überblick
- Ist das Thermostat wirklich komplett abgedreht?
- Kann ein klemmendes Heizkörperventil dafür verantwortlich sein, dass die Heizung nicht mehr ausgeht?
- Kann ein Fehler in der Heizungsregelung zu Dauerbetrieb führen?
- Welche Rolle spielt der hydraulische Abgleich?
- Heizung geht nicht aus: Was hat das Raumthermostat damit zu tun?
- Ich habe eine Wärmepumpe und meine Heizung geht nicht mehr aus – was tun?
- Heizung geht nicht aus: Kann Luft in den Leitungen die Ursache sein?
- Wie kann man eine dauerhaft laufende Heizung selbst abschalten?
- Wann sollte ein Heizungsprofi hinzugezogen werden?
- Was kostet die Reparatur bei einer nicht abschaltbaren Heizung? [2026]
- Wie erkennt man, ob das Problem nur an einem Heizkörper auftritt?
- Heizung geht nicht aus: Eine Sache für den Mieter oder den Vermieter?
- Welche Rolle spielt die Nachtabsenkung?
- Diese 5 Dinge sollten Sie beachten
- Fazit
- Heizung geht nicht mehr aus: Häufig gestellte Fragen
- Quellen
Alles auf einen Blick:
- Wenn die Heizung sich nicht mehr ausdrehen lässt, dann liegt das in der Regel an einem klemmenden Ventilpin, einem kaputten Ventil oder einem defekten Thermostatkopf.
- Klemmt nur der Pin, dann lässt sich das Problem mit etwas Geschick selbst lösen. Ist das Thermostatventil kaputt, sollten Sie einen Fachmann rufen. Gleiches gilt, wenn Wasser austritt.
- Wenn nur ein Heizkörper nicht abdreht und andere normal reagieren, liegt die Ursache meist am Thermostatkopf oder am Ventileinsatz. Lassen sich hingegen mehrere Heizkörper gleichzeitig nicht ausdrehen oder ist die Vorlauftemperatur dauerhaft sehr hoch, wird die zentrale Regelung als Ursache deutlich wahrscheinlicher.
- Geht die Heizung in einer Mietwohnung nicht mehr aus, kann das ein Grund zur Mietminderung sein, da Ihre Nebenkosten so unnötig in die Höhe getrieben werden.
- Wenn die Heizung nicht mehr abschaltet, also dauerhaft läuft, obwohl sie laut Programm oder Thermostat eigentlich in den Sparmodus oder aus gehen sollte, können Ablagerungen in der Heizungsanlage oder den Ventilen eine der Ursachen sein.
Was bedeutet es, wenn die Heizung nicht mehr ausgeht?
Gibt Ihr Heizkörper weiterhin Wärme ab, obwohl Sie das Thermostat bereits auf die niedrigste Stufe gestellt haben, dann ist wichtig zu unterscheiden, ob der Heizkörper nur leicht temperiert bleibt oder tatsächlich dauerhaft deutlich heiß wird. Ein leichtes Weiterwärmen kann je nach Anlage völlig normal sein, zum Beispiel, weil das Thermostat nicht komplett sperrt, sondern eine Frostschutzfunktion aktiv ist oder weil die Heizungsregelung zentral und witterungsgeführt arbeitet und der Heizkörper dadurch noch Restwärme abgibt. Wird der Heizkörper dagegen trotz zugedrehtem Thermostatkopf auffällig heiß oder bleibt er über längere Zeit klar auf Heizleistung, deutet das eher auf ein Problem hin.

Welche Ursachen kann eine ständig laufende Heizung haben?
- Thermostat steht nicht wirklich auf „Aus“
- Thermostatkopf kaputt oder falsch montiert
- Ventil/Ventileinsatz klemmt oder ist verschlissen
- Ventil mechanisch beschädigt oder undicht
- zentrale Regelung arbeitet falsch
- hydraulisches Problem
- Ablagerungen in den Ventilen oder anderen Bauteilen der Heizung
Heizung geht nicht mehr aus: Die Ursachen im Überblick
| betroffener Bereich | mögliche Ursache | Hinweise & Grenzen der Selbsthilfe |
|---|---|---|
| einzelner Heizkörper wird nicht mehr kalt |
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| gesamte Wohnung/Heizkreis bleibt dauerhaft warm |
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| mehrere Bereiche betroffen/ ungewöhnliches Anlagenverhalten |
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Ist das Thermostat wirklich komplett abgedreht?
Viele Thermostate haben Frostschutz (oft Schneeflocke oder Stufe 1), das bedeutet, dass das Ventil unter circa 5 bis 12 °C automatisch öffnet, damit Leitungen nicht einfrieren. Manche Anlagen regeln zudem zentral witterungsgeführt. Der Heizkörper bleibt dann lauwarm.
Heizung geht nicht aus: Manchmal liegt es am Thermostatkopf
Wenn der Thermostatkopf nicht richtig sitzt oder innen beschädigt ist, drückt er den Ventilstift nicht mehr zuverlässig zu. Dann kann das Ventil nicht sauber schließen, es bleibt teilweise oder ganz offen und der Heizkörper heizt weiter, obwohl Sie das Thermostat herunterdrehen.
Je nach Ausprägung gibt es 3 typische Folgen:
- Heizkörper bleibt dauerhaft warm/heiß: Der Ventilstift wird nicht weit genug hineingedrückt, dadurch fließt weiterhin Heizwasser.
- Heizleistung schwankt oder regelt unlogisch: Manchmal schließt er kurz, öffnet dann wieder oder reagiert verzögert, weil der Kopf nur sporadisch Druck auf den Stift bringt.
- Sie übersteuern unbewusst: Man dreht immer weiter zu/auf, ohne dass sich viel ändert, das führt zu unnötigem Energieverbrauch und schlechter Raumtemperaturkontrolle.
Was bedeuten die Zahlen auf dem Thermostat?
| Thermostat-Stufe | Zieltemperatur | Bedeutung/Funktion |
|---|---|---|
| ❄️ (Frostschutz) | 5 bis 8 °C |
|
| 1 | 12 °C | sehr geringe Grundwärme |
| 2 | 16 bis 17 °C | kühles Raumklima |
| 3 | 20 °C | angenehme Normaltemperatur |
| 4 | 23 bis 24 °C | warmes Raumklima |
| 5 | 26 bis 28 °C |
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Kann ein klemmendes Heizkörperventil dafür verantwortlich sein, dass die Heizung nicht mehr ausgeht?
Da das Thermostatventil das Bauteil ist, das den Durchfluss des Heizwassers tatsächlich öffnet und schließt, ist die Folge bei unkorrekter Schließung, dass weiter warmes Wasser durch den Heizkörper fließt, selbst wenn der Thermostatkopf auf „Aus“ steht. Typisch ist dann, dass der Heizkörper trotz zugedrehtem Thermostat deutlich warm oder sogar heiß bleibt, oft nur ein einzelner Heizkörper betroffen ist und sich die Situation auch nicht ändert, wenn der Thermostatkopf abgenommen wird. Häufige Ursachen sind
- ein festhängender Ventilstift durch Kalk oder Schmutz,
- ein undichter Ventilsitz oder
- allgemein Verschleiß im Ventileinsatz.
In diesem Fall ist meist eine Reparatur oder der Austausch des Ventileinsatzes durch einen Fachbetrieb erforderlich.
Woran erkenne ich, dass das Heizungsventil kaputt oder undicht ist?
Ein Ventil ist wahrscheinlich defekt oder schließt nicht mehr dicht, wenn der Heizkörper trotz komplett zugedrehtem Thermostat über längere Zeit deutlich warm bis heiß bleibt. Besonders aussagekräftig ist der Vergleich von Vor- und Rücklauf. Ist es oben am Heizkörper klar heiß und unten ebenfalls spürbar warm, obwohl das Thermostat auf „Aus“ steht, fließt weiterhin Heizwasser. Das ist ein typischer Hinweis auf ein klemmendes oder verschlissenes Ventil beziehungsweise einen undichten Ventilsitz. Ein weiteres Indiz ist, dass sich die Heizleistung auch nach dem Abnehmen des Thermostatkopfs nicht sinnvoll beeinflussen lässt oder der Ventilstift hinter dem Kopf nicht sauber federnd ein- und ausfährt, sondern schwergängig ist oder hängen bleibt. Auch wiederkehrende Geräusche, wenn zum Beispiel die Heizung pfeift, Strömungsgeräusche genau am Ventil bemerkbar sind oder die Heizung gluckert, dann kann das auf einen verschlissenen Einsatz oder ungünstige Druckverhältnisse hindeuten. Allein das Geräusch ist aber kein Beweis für einen Defekt.
Von einer Undichtigkeit nach außen spricht man, wenn am Ventil Feuchtigkeit auftritt. Tropfen, nasse Stellen oder Kalk-/Rostspuren am Ventilgehäuse, an der Überwurfmutter, an der Stopfbuchse (direkt hinter dem Thermostatkopf) oder am Anschluss zum Heizkörper sind ein klarer Hinweis. Ein dauerhaft feuchter Bereich, auch Grünspan/Korrosionsspuren oder Wasser, das sich am Rohr entlangzieht, sind klare Warnzeichen. Wenn Sie regelmäßig nachfüllen müssen, weil der Anlagendruck sinkt, kann ebenfalls eine Leckage im System vorliegen. Das muss allerdings nicht zwingend das Ventil sein, ist aber ein Hinweis, dem Sie auf jeden Fall nachgehen sollten.
Wie testet man, ob das Heizkörperventil klemmt?
Um zu testen, ob das Heizkörperventil klemmt, überprüfen Sie, ob der Ventilstift am Ventil sich frei und federnd bewegt. Das ist in vielen Fällen ohne Spezialwerkzeug möglich. Dazu stellen Sie zuerst das Thermostat auf die niedrigste Stellung („0“ bzw. Schneeflocke) und warten 15 bis 30 Minuten. Bleibt der Heizkörper trotzdem warm oder wird wieder heiß, ist ein Ventil- oder Thermostatproblem wahrscheinlich.

Welche Maßnahmen helfen bei einem klemmenden Ventil?
Nehmen Sie den Thermostatkopf ab. Das gelingt je nach Bauart über eine Überwurfmutter (meist gegen den Uhrzeigersinn lösen) oder einen Klemm-/Clickring. Dabei wird kein Wasser freigesetzt, weil der Kopf nur auf dem Ventil sitzt. Wenn der Kopf ab ist, sehen Sie am Ventil einen kleinen Metallstift. Diesen Ventilstift drücken Sie vorsichtig mit dem Finger oder einem stumpfen Gegenstand wenige Millimeter hinein. Er sollte sich leicht bewegen lassen und nach dem Loslassen sofort wieder federnd von selbst herauskommen. Ist der Stift schwergängig, bleibt er hängen, kommt nur langsam zurück oder lässt sich gar nicht eindrücken, spricht das stark für ein klemmendes Ventil beziehungsweise einen klemmenden Ventileinsatz. Ein Austausch des Ventileinsatzes ist in einem solchen Fall sinnvoll.
Kann ein Fehler in der Heizungsregelung zu Dauerbetrieb führen?
Die Heizungssteuerung (oft an der Heizungsanlage selbst, zum Beispiel am Kessel/Wärmepumpe oder als zentrale Regelung) ist die übergeordnete Regelung. Sie entscheidet typischerweise, wann die Anlage läuft und mit welchen Temperaturen. Entscheidend sind hier Begriffe wie Heizkurve/Vorlauftemperatur, Zeitprogramme (Tag/Nacht), Warmwasserbereitung, Betriebsarten und teilweise auch Pumpen-/Mischersteuerung. Bei witterungsgeführten Anlagen richtet sie sich vor allem nach der Außentemperatur. Wenn die zentrale Regelung falsch arbeitet, zeigt sich das typischerweise daran, dass nicht nur ein einzelner Heizkörper auffällig ist, sondern mehrere Heizkörper gleichzeitig warm bleiben oder die Anlage generell „durchheizt“. Ursachen können eine falsch eingestellte Heizkurve (zu hohe Vorlauftemperaturen), eine fehlerhafte Zeitprogrammierung (Dauerbetrieb statt Nachtabsenkung), ein defekter Außenfühler oder Raumfühler, eine Störung am Mischer oder ein klemmendes Umschalt-/ Zonenventil sein. Auch bei Systemen mit Stellmotoren oder Smart-Home-Ansteuerung kann ein festhängendes Relais oder eine Fehlkonfiguration dazu führen, dass Heizkreise dauerhaft freigegeben werden. Doch selbst wenn die zentrale Anlage fälschlicherweise heizt, sollte ein korrekt funktionierendes Thermostatventil am einzelnen Heizkörper den Durchfluss im Raum trotzdem schließen können.
Wie stellt man die Heizkurve richtig ein?
Die Heizkurve stellt man nicht am Raumthermostat, sondern an der zentralen Heizungsregelung der Anlage ein, also am Bedienfeld von Kessel oder Wärmepumpe beziehungsweise in der zugehörigen App/Web-Oberfläche, meist im Menü „Heizkreis“ unter Begriffen wie
- Heizkennlinie
- Heizkurve
- Witterungsführung
- Neigung
- Niveau/Parallelverschiebung
und bei mehreren Heizkreisen oft getrennt pro Heizkreis. Ob man das selbst macht oder besser einen Fachbetrieb beauftragt, hängt von der Anlagenkomplexität ab. Kleine Anpassungen in entsprechend kleinen Schritten sind bei einer stabil laufenden Standardanlage häufig gut selbst machbar, wenn man jeweils nur eine Stellgröße verändert und die Wirkung über 24 bis 48 Stunden beobachtet. Ein Fachbetrieb ist meist sinnvoller bei Wärmepumpen, da hier niedrige Vorlauftemperaturen und saubere Einstellung besonders wichtig sind, bei Fußbodenheizung mit Mischerkreis sowie bei mehreren Zonen/Heizkreisen.
Welche Rolle spielt der hydraulische Abgleich?
Auch ein fehlender hydraulischer Abgleich der Heizung kann eine Rolle spielen, allerdings eher indirekt. Ohne Abgleich fließt Heizwasser bevorzugt durch die bequemen Wege, also Heizkörper nahe an der Pumpe, während weiter entfernte Heizkörper weniger bekommen. Das führt zur Überversorgung einzelner Heizkörper, zu hohen Durchflüssen, teils Geräuschen und insgesamt schlechter Regelbarkeit .
Kann ein hydraulisches Problem die Ursache für eine Heizung sein, die sich nicht abschalten lässt?
Hydraulische Ursachen sind vor allem dann plausibel, wenn mehrere Heizkörper gleichzeitig auffällig sind oder das Problem in bestimmten Betriebsarten (z. B. Sommerbetrieb) auftritt. Ein möglicher Faktor ist ein ungünstiger beziehungsweise zu hoher Differenzdruck im Heizsystem, zum Beispiel durch eine zu hoch eingestellte Umwälzpumpe oder fehlende Druckregelung. Thermostatventile sind nur für bestimmte Druckverhältnisse ausgelegt. Bei zu hohem Druck können sie lauter werden (Strömungsgeräusche) und weniger fein regeln. In ungünstigen Fällen bleibt trotz zugedrehtem Thermostat ein Restdurchfluss bestehen, sodass der Heizkörper nicht vollständig auskühlt oder immer wieder leicht nachwärmt.
Eine zweite, typische Konstellation ist die Schwerkraftzirkulation. Dabei kann Wärme auch ohne laufende Pumpe in Leitungen aufsteigen, weil warmes Wasser eine geringere Dichte hat als kaltes. Wenn im Sommerbetrieb noch heißes Wasser im Kesselbereich oder in Leitungen steht und keine wirksame Schwerkraftbremse vorhanden ist oder diese nicht korrekt arbeitet, kann sich Wärme langsam in Richtung Heizkörper hochschleichen. Das äußert sich oft dadurch, dass Heizkörper ohne aktiven Heizbetrieb leicht warm werden.
Heizung geht nicht aus: Was hat das Raumthermostat damit zu tun?
Ein Raumthermostat ist ein Temperaturfühler mit Regler, der die Heizung nicht am Heizkörper, sondern raumbezogen steuert. Es misst die aktuelle Raumtemperatur und vergleicht sie mit Ihrer Solltemperatur. Ist es kälter als gewünscht, fordert es Wärme an, ist es warm genug, nimmt es die Wärmeanforderung zurück. Bei einer klassischen Heizungsanlage mit Heizkörpern sitzt das Raumthermostat oft in einem Referenzraum (z. B. Wohnzimmer) und schaltet über die Regelung den Wärmeerzeuger bzw. die Umwälzpumpe oder ein Zonenventil.
An diesen 3 Punkten erkennen Sie ein defektes Raumthermostat
Wenn Sie die folgenden 3 Punkte überprüfen, können Sie schnell feststellen, ob das Problem Ihrer Heizung am Raumthermostat hängt.
1. Das Klicken fehlt
Bei mechanischen oder älteren digitalen Raumthermostaten hört man meist ein leises, deutliches Klicken, wenn man die Temperatur über die aktuelle Raumtemperatur hinausdreht. Drehen Sie das Thermostat ganz hoch und ganz runter. Bleibt das Klicken aus, könnte das interne Relais, das den Befehl an den Kessel sendet, defekt sein. Aber bedenken Sie, dass es bei modernen digitalen/funkenden Raumthermostaten kein mechanisches Klicken mehr gibt.
2. Display-Probleme
- Das Display zeigt Werte an, reagiert aber auf keinen Tastendruck mehr.
- Sie ändern die Temperatur, aber das Symbol für Heizen (oft eine Flamme oder ein Heizkörper) erscheint erst Minuten später oder gar nicht.
- Das Thermostat zeigt eine bestimmte Temperatur an, obwohl es deutlich kälter oder wärmer ist. Hier ist oft der interne Temperaturfühler defekt oder verschmutzt.
3. Die Heizung ignoriert das Thermostat
- Die Heizung läuft ununterbrochen, obwohl Sie das Wandthermostat auf Frostschutz gestellt haben.
- Die Heizung springt gar nicht an, obwohl Sie eine bestimmte Temperatur eingestellt haben.
Ein defektes Thermostat kann die Temperatur nicht mehr stabil halten. Die Heizung geht alle paar Minuten an und sofort wieder aus, weil das Thermostat falsche Signale sendet. Das sorgt nicht nur für ein ungemütliches Raumklima, sondern treibt auch den Verschleiß der Heizanlage in die Höhe.
Das können Sie selbst tun
- Batterien wechseln: Klingt banal, ist aber bei 50 Prozent der digitalen Thermostate die Ursache. Schwache Batterien führen oft zu Fehlfunktionen, bevor das Display ganz erlischt.
- Sicherung prüfen: Schauen Sie im Sicherungskasten nach, ob die Sicherung für die Heizungssteuerung rausgesprungen ist.
- Reinigung: Pusten Sie vorsichtig in die Lüftungsschlitze des Wandgeräts. Staubflocken auf dem Sensor können die Temperaturmessung massiv verfälschen.
Ein Raumthermostat ist oft mit 230 Volt Netzspannung verbunden. Wenn Sie das Gehäuse öffnen wollen, sollten Sie vorher unbedingt die Sicherung ausschalten. Zu raten ist es aber nicht, überlassen Sie das besser einem Fachbetrieb, denn sonst könnte es passieren, dass Sie eine mögliche Gewährleistung verlieren.
Ich habe eine Wärmepumpe und meine Heizung geht nicht mehr aus – was tun?
Bei Wärmepumpen sind meist Steuerungs- oder Umschaltventilprobleme die Ursache für eine Heizung, die dauerhaft warm bleibt. Wärmepumpen arbeiten mit niedrigen Vorlauftemperaturen und benötigen einen hohen Wasserdurchfluss bei geringer Temperaturdifferenz für optimale Effizienz.
Typische Ursachen bei Wärmepumpen
- klemmendes Drei-Wege-Umschaltventil: Im Warmwasserbetrieb fließt Wärme ungewollt in den Heizkreis und die Heizkörper werden spürbar warm.
- falsche Heizkurve: Zu hohe Neigung/Niveau und darausfolgend liegt der Vorlauf 10 bis 15 °C über Bedarf, Dauerbetrieb trotz milder Wetterlagen.
- defekter Außenfühler: Schattige/zugige Position führt zu unnötig hohe Vorlauftemperaturen.
- Zeitprogrammfehler: Überprüfen Sie, ob möglicherweise eine fehlende Nachtabsenkung der Grund ist oder der Partybetrieb aktiv ist.

Michael Engel ist Dozent und Ausbilder an der SHK-Innung und beantwortet für heizungsbau.net Fragen rund um die Wärmepumpe.
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Heizung geht nicht aus: Kann Luft in den Leitungen die Ursache sein?
Luft in den Leitungen ist in einem solchen Fall eher unwahrscheinlich. Denn
Luft blockiert den Wärmetransport: Ihre Heizung funktioniert durch Konvektion. Heißes Wasser wird von der Pumpe in den Heizkörper transportiert. Luft hat eine viel geringere Dichte als Wasser und sammelt sich immer am höchsten Punkt (oben im Heizkörper). Wenn dort eine Luftblase sitzt, kann das heiße Wasser diesen Bereich nicht erreichen. Der Heizkörper bleibt also oben eiskalt, während er unten vielleicht noch lauwarm ist. Luft verhindert also eher, dass Wärme ankommt.
Luft leitet Wärme extrem schlecht: Selbst wenn die Luft im Heizkörper durch die Umgebungsluft im Rohr irgendwie warm werden würde, könnte sie diese Energie kaum an das Metall des Heizkörpers abgeben. Ein mit Luft gefüllter Heizkörper wirkt wie eine Isolierkanne. Die Wärme bleibt im Rohrnetz und kommt nicht in den Raum.
Luft verursacht Geräusche, keine Hitze: Wenn Luft im System ist, dann wird die Heizung meist nur oben warm. Zudem gluckert die Heizung, manchmal plätschert oder rauscht sie auch. Das sind die Luftblasen, die vom Wasserstrom mitgerissen werden.

Wie kann man eine dauerhaft laufende Heizung selbst abschalten?
Die Lösung hängt davon ab, was genau dauerhaft läuft. Ist es ein einzelner Heizkörper, der gesamte Heizkreis oder der Wärmeerzeuger? Viele Maßnahmen können Sie als Nutzer selbst durchführen, ohne in die Gas- oder Elektroinstallation einzugreifen.
| Situation | erste Maßnahmen | wichtige Hinweise/Sicherheit |
|---|---|---|
| einzelner Heizkörper wird dauerhaft heiß |
|
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| Alternativmaßnahme am Heizkörper |
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| gesamter Heizkreis heizt dauerhaft |
| manche Raumthermostate stoppen nur die Heizung, nicht aber das Warmwasser |
| Wärmeerzeuger (z. B. Gastherme, Heizkessel) läuft ununterbrochen |
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Wann sollte ein Heizungsprofi hinzugezogen werden?
Wenn eine Heizung nicht mehr ausgeht, ist das zwar oft nur ein Regelungs- oder Ventilproblem, kann aber je nach Anlage auch ein Sicherheits- und Schadensrisiko sein (Überhitzung, unnötig hoher Gas-/Stromverbrauch, im Extremfall Druck-/Temperaturprobleme). Sobald Sie das Problem nicht mit wenigen, klar sicheren Checks eingrenzen können oder wenn Warnzeichen dazukommen, sollte ein Heizungsprofi ran.
Sie sollten zeitnah, also möglichst noch am selben Tage, einen Heizungsprofi kontaktieren, wenn eines dieser Kriterien zutrifft:
- Die Heizung läuft trotz heruntergedrehtem Raumthermostat und trotz abgesenkter Heizkurve/ Sommerbetrieb weiter durch und Sie können nicht eindeutig feststellen, ob nur einzelne Heizkörper betroffen sind oder der Wärmeerzeuger dauerhaft taktet/läuft.
- Der Kessel/ Wärmeerzeuger zeigt Störungen, Fehlermeldungen, blinkende Warnsymbole oder ungewöhnliche Betriebszustände (z. B. sehr hohe Vorlauftemperaturen, ungewöhnlich häufiges Takten, ungewöhnliche Geräusche).
- Der Anlagendruck ist auffällig (deutlich zu hoch/zu niedrig) oder schwankt stark.
- Sie haben Fußbodenheizung oder Mischerkreis/Regelstation: Dauerheizen kann auf Mischer-/ Stellantrieb- oder Regelungsfehler hindeuten, die man sinnvollerweise messen/ prüfen muss.
Jetzt müssen Sie schnell handeln:
- Gasgeruch: Betätigen Sie keine Schalter, lüften Sie sofort, schließen Sie den Gasabsperrhahn, verlassen Sie das Gebäude und informieren Sie umgehend den Heizungsnotdienst.
- sichtbarer Wasseraustritt an der Anlage oder sehr hoher Druck/Überhitzung: Schalten Sie die Anlage aus, wenn das sicher möglich ist und informieren Sie den Heizungsnotdienst.
Was kostet die Reparatur bei einer nicht abschaltbaren Heizung? [2026]
Wenn der Heizkörper dauerhaft warm bleibt und die oben genannten Maßnahmen nicht geholfen haben, muss meist ein Fachmann ran. Die Kosten hängen stark davon ab, was die Störung hervorgerufen hat.
| Leistung | Materialkosten | Gesamtkosten | Hinweis |
|---|---|---|---|
| Thermostatkopf tauschen | 15 bis 50 Euro | 55 bis 130 Euro |
|
| Ventilstift gangbar machen | 0 Euro | 60 bis 90 Euro |
|
| Ventilunterteil (Einsatz) austauschen | 20 bis 40 Euro | 100 bis 190 Euro | Heizung muss meist entleert oder abgesperrt werden |
| komplettes Set (Thermostatkopf + Ventilunterteil) | 40 bis 80 Euro | 140 bis 260 Euro |
|
Die Kostenangaben sind Richtwerte, ausgehend von einem branchenüblichen Stundenlohn von 55 bis 75 Euro netto für Heizungsbauer zuzüglich der Anfahrtskosten von durchschnittlich 40 bis 80 Euro. Falls mehrere Heizkörper betroffen sind, wird es entsprechend teurer, auch regionale Unterschiede und Zusatzarbeiten wie zum Beispiel Entlüften oder Wasser nachfüllen können die Endsumme beeinflussen.
Wie lange dauert die Behebung des Problems durch einen Heizungsbetrieb?
Die Dauer der Behebung durch einen Heizungsprofi hängt von der Reparaturart ab und beträgt typischerweise zwischen 15 Minuten und 2 Stunden pro Heizkörper (inkl. Anfahrt und Nacharbeiten wie Entlüften). Bei mehreren Heizkörpern skaliert der Aufwand leicht, da Anfahrt und Nachkontrolle pauschal sind.
Kann ich die Arbeit selbst übernehmen?
Mit ein bisschen Geschick lassen sich Thermostate oder Heizkörperventile selbst tauschen, aber alle anderen Arbeiten sind etwas für den Fachbetrieb, nicht zuletzt deswegen, weil es sonst versicherungstechnisch heikel werden kann.
Wie erkennt man, ob das Problem nur an einem Heizkörper auftritt?
Um herauszufinden, ob nur ein einzelner Heizkörper ein Eigenleben führt oder das gesamte System eine Fehlfunktion hat, können Sie einen einfachen systematischen Check durchführen, den Drei-Stufen-Test:
1. Quervergleich
Drehen Sie probeweise alle anderen Heizkörper in der Wohnung auf „0“ oder das Schneeflocken-Symbol.
- Ergebnis A: Alle anderen Heizkörper werden kalt, nur der eine bleibt heiß? Dann liegt das Problem lokal an diesem einen Heizkörper.
- Ergebnis B: Mehrere oder alle Heizkörper bleiben warm? Hier liegt die Ursache wahrscheinlich im zentralen Bereich.
2. Thermostat-Tausch (Ausschlussprinzip)
Da fast alle Heizkörper die gleichen Anschlüsse haben, können Sie den Thermostatkopf eines funktionierenden Heizkörpers abschrauben und auf den „problematischen“ setzen. Wird der Heizkörper jetzt kalt, dann ist der alte Thermostatkopf defekt. Bleibt der Heizkörper weiterhin warm, dann liegt das Problem tiefer.
3. manueller Drucktest
Schrauben Sie den Thermostatkopf ab. Sie sehen jetzt den kleinen Metallstift des Ventils. Drücken Sie den Stift vorsichtig hinein. Warten Sie jetzt 10 Minuten. Wird der Heizkörper nun merklich kühler, dann ist das Ventil intakt und nur der Thermostatkopf war falsch montiert oder defekt. Bleibt er heiß, schließt das Ventil im Inneren nicht mehr.
Heizung geht nicht aus: Eine Sache für den Mieter oder den Vermieter?
Wenn die Heizung ausfällt oder nicht mehr richtig funktioniert, ist die Rechtslage in Deutschland eindeutig: Der Vermieter ist zuständig.
| Zuständigkeit | Vermieter | Mieter | gesetzliche Grundlage/Hinweise |
|---|---|---|---|
| Reparaturen an Heizungsanlage | immer (Rohre, Ventile, Kessel, Pumpen) | nein | |
| Thermostatkopf defekt | in der Regel | eventuell Kleinreparaturklausel |
|
| Ventileinsatz | ja | nein | fest verbauter Teil der Anlage |
| Kosten für Ersatzteile & Handwerker | ja | nur bei Mieterschuld |
|
| Meldepflicht bei Defekt | – | unverzüglich melden | eine verspätete Meldung kann eine Haftung für Folgeschäden möglich machen |
| Mindesttemperatur Heizperiode | 20 bis 22 °C tagsüber von Oktober bis April | – | Vermieter muss Heizleistung sicherstellen |
| Wartungskosten (Schornsteinfeger) | Umlage als Nebenkosten | über Nebenkostenabrechnung |
Heizung wird nicht kalt: Was kann ich als Mieter machen?
- Mangel anzeigen: Informieren Sie, genau wie bei einem Heizungsausfall, den Vermieter sofort schriftlich (E-Mail oder Messenger reicht meist für den Erstkontakt, bei Problemen per Einschreiben).
- Frist setzen: Geben Sie dem Vermieter eine angemessene Zeit zur Reparatur.
- Mietminderung prüfen: Wenn die Heizung sich längere Zeit nicht mehr ausschalten lässt, haben Sie das Recht, die Bruttomiete zu mindern. Denn das erhöht nicht nur Ihren Energieverbrauch, sondern verringert auch Ihren Wohnkomfort. Dazu sollten Sie den Mangel per E-Mail sofort schriftlich anzeigen. Informieren Sie sich am besten bei einem Mieterverein oder einem Fachanwalt, welche Minderungsquote in Ihrem Fall realistisch ist. Das hängt nämlich auch davon ab, welche Räume betroffen sind.
- Ersatzvornahme: Erst wenn der Vermieter trotz Fristsetzung nicht reagiert, dürfen Sie selbst einen Handwerker rufen und die Kosten zurückfordern. Bestellen Sie aber niemals eigenmächtig einen Handwerker, ohne den Vermieter vorher informiert und ihm eine Frist gesetzt zu haben, sonst bleiben Sie unter Umständen auf der Rechnung sitzen.
Welche Rolle spielt die Nachtabsenkung?
Die Nachtabsenkung ist eine Energiesparfunktion Ihrer Heizungsanlage. Anstatt Ihr Zuhause die ganze Nacht über auf Wohlfühltemperatur zu halten, wird die Heizleistung für bestimmte Stunden gezielt reduziert, meist zwischen 22:00 Uhr und 6:00 Uhr. Ein häufiger Irrglaube ist, dass die Heizung nachts komplett ausgeschaltet wird. Tatsächlich passiert Folgendes:
- Vorlauftemperatur wird gesenkt: Die Heizungssteuerung reduziert die Temperatur des Wassers, das durch die Heizungsrohre fließt.
- Thermostate reagieren: Wenn Ihre Thermostate zum Beispiel auf Stufe 3 (etwa 20 °C) eingestellt sind, registrieren sie die kühlere Raumluft und öffnen sich weiter. Da jedoch nur lauwarmes Wasser ankommt, bleibt auch der Heizkörper nur mäßig warm.
- Zeitsteuerung am Heizkessel: Sie legen fest, wann die Absenkung beginnt und endet.
Was passiert, wenn die Nachtabsenkung nicht funktioniert?
Ein Ausfall kann 2 Folgen haben:
Szenario A: keine Absenkung und die Heizung läuft durch
- Folgen: erhöhter Energieverbrauch (5 bis 10 Prozent mehr Heizkosten möglich). Außerdem kann es nachts zu warm zum Schlafen sein.
- mögliche Ursachen:
- falsch eingestellte Zeitschaltuhr
- leere oder defekte Pufferbatterie (Steuerung „vergisst“ die Uhrzeit)
- Partybetrieb versehentlich aktiviert (verlängerte Heizzeiten)
Szenario B: Heizung schaltet komplett ab
- Folgen: Das Haus kühlt stark aus. In schlecht isolierten Gebäuden kann es zu Feuchtigkeit, Schimmel oder im Extremfall zu eingefrorenen Rohren kommen. Das Aufheizen am Morgen verbraucht zudem oft mehr Energie, als nachts durch das Abschalten gespart wurde.
Diese 5 Dinge sollten Sie beachten
- Konstant 20°C sind effizienter als ständig zwischen 15°C und 23°C zu pendeln. Das Aufheizen kalter Wände frisst mehr Energie als das Halten einer gemäßigten Temperatur.
- Einmal im Jahr entlüften kann 10 bis 15 Prozent an Heizkosten sparen. Wenn der Heizkörper oben kalt bleibt, gluckert oder ungleichmäßig warm wird, ist es spätestens Zeit für die Entlüftung.
- Ein Sofa vor dem Heizkörper oder zugezogene Vorhänge blockieren die Wärmeverteilung massiv. 30 Zentimeter Abstand zur Heizung sind sinnvoll. Auch Verkleidungen sind Energiefresser und lassen Sie erst spät merken, wenn etwas mit der Heizung nicht stimmt. [2]
- Bei vielen Systemen, vor allem Fernwärme oder Zentralheizung im Mehrfamilienhaus steuert die zentrale Anlage mit, unabhängig vom Raumthermostat.
- Ihr Heizkörper kann warm werden, weil Heizungsrohre durch Ihre Wand laufen. Heizt der Nachbar, erwärmen sich Ihre Leitungen mit und geben die Wärme passiv an Ihren ausgeschalteten Heizkörper ab.
Fazit
Eine Heizung, die sich nicht mehr ausschalten lässt, ist mehr als nur ein lästiges Problem. Sie kann zu erheblichen Energiekosten, Komforteinbußen und im schlimmsten Fall zu Schäden an der Heizungsanlage führen. Die Ursachen sind vielfältig und reichen von einem defekten Thermostat über ein klemmenden Ventil bis hin zu Fehlfunktionen in der Steuerungselektronik oder Problemen mit dem hydraulischen Abgleich. Wichtig ist zunächst eine systematische Fehlersuche. Oft lassen sich kleinere Probleme wie ein falsch eingestelltes Thermostat oder ein verklemmtes Heizkörperventil bereits mit einfachen Handgriffen selbst beheben. Bei komplexeren Störungen, zum Beispiel in der Regelungstechnik, beim Heizkessel oder der Umwälzpumpe, sollte jedoch unbedingt ein Fachbetrieb hinzugezogen werden.
Heizung geht nicht mehr aus: Häufig gestellte Fragen
Wie wirkt sich ein Heizkörper, der sich nicht ausstellen lässt, auf die Energiekosten aus?
Ein einzelner kleiner Heizkörper, der leicht durchläuft, ist oft ein moderater Mehrverbrauch, mehrere Heizkörper oder ein großer Raum, der dauerhaft überheizt wird, können die Heizkosten spürbar nach oben treiben und gleichzeitig den Raumkomfort verschlechtern.
Zahlt die Versicherung bei einem Heizungsschaden?
Nein, eine Versicherung zahlt bei einem Heizungsschaden in der Regel nicht, da es sich im Normalfall um altersbedingten Verschleiß handelt und dieser in der Regel ausgeschlossen ist. Prüfen Sie trotzdem Ihre Versicherungspolicen, vor allem die der Wohngebäudeversicherung.
Was bedeutet Dauerlauf im Heizsystem und wann ist er normal?
Unter einem Dauerlauf im Heizsystem versteht man in der Heizungstechnik 2 unterschiedliche Dinge, nämlich den Dauerbetrieb der Umwälzpumpe oder das kontinuierliche Laufen des Brenners (bei Wärmepumpen erwünscht, bei Gasheizungen oft ein Zeichen für Fehlkonfiguration). Ob das normal ist, hängt stark von der Außentemperatur und Ihrem Heizsystem ab.
Wieso ist bei Altbauten aus den 70er-Jahren eine dauerhaft warme Leitung normal?
In Einrohr-Heizsystemen, die typisch sind für viele Altbauten dieser Zeit, fließt das Heizwasser durch einen einzigen Ring nacheinander durch alle Heizkörper. Auch wenn Sie Ihren Heizkörper per Thermostat auf Frost oder 0 drehen, bleibt das Zuleitungsrohr im Boden oder an der Wand warm. Das liegt daran, dass das Wasser trotz geschlossenem Ventil weiter zum nächsten Heizkörper strömt. Das ist systembedingt normal und kein Defekt.
Quellen
[1] „Heizung optimieren und Heizkosten sparen“. Verbraucherzentrale.de, www.verbraucherzentrale.de/wissen/energie/heizen-und-warmwasser/heizung-optimieren-und-heizkosten-sparen-30096. Zugegriffen 14. Januar 2026.
[2] „Heizung: 10 einfache Tipps zum Heizkosten sparen“. Verbraucherzentrale.de, www.verbraucherzentrale.de/wissen/energie/heizen-und-warmwasser/heizung-10-einfache-tipps-zum-heizkosten-sparen-13892. Zugegriffen 16. Januar 2026.