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	<title>Heizungstechnik &#8211; Heizungsbau.net</title>
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	<description>Hier auf Heizungsbau.net finden Sie wichtige Informationen zur Heizungsbau-Branche für Endverbraucher und Bauherren!</description>
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		<link>https://www.heizungsbau.net/magazin/heizlastberechnung-20246902</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Simone Blaß]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 05 Nov 2024 07:47:04 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Heizungstechnik]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Um herauszufinden, ob die Beheizung Ihres Gebäudes effizient und komfortabel ausfällt, sollten Sie die Gebäudeheizlast berechnen. Das ist vor allem dann wichtig, wenn Sie entweder neu bauen möchten oder eine komplette Sanierung beziehungsweise ein Austausch der gesamten Heizungsanlage ansteht. Mit einer Heizlastberechnung lässt sich herausfinden, wie viel Wärme eine Heizung bereitstellen muss, um eine konstante [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p class="wp-block-paragraph">Um herauszufinden, ob die Beheizung Ihres Gebäudes effizient und komfortabel ausfällt, sollten Sie die Gebäudeheizlast berechnen. Das ist vor allem dann wichtig, wenn Sie entweder neu bauen möchten oder eine komplette Sanierung beziehungsweise ein Austausch der gesamten Heizungsanlage ansteht. Mit einer Heizlastberechnung lässt sich herausfinden, wie viel Wärme eine Heizung bereitstellen muss, um eine konstante und angenehme Raumtemperatur sicherzustellen oder anders gesagt: Wie viel kW braucht ein Wärmeerzeuger pro Quadratmeter Wohnfläche auf der Basis des Wärmebedarfs? So verhindern Sie eine Über- oder Unterdimensionierung des Wärmeerzeugers. Dabei spielen zahlreiche Faktoren eine Rolle, die nicht vernachlässigt werden dürfen. Doch was genau ist die Gebäudeheizlast, welche Methoden zur Berechnung gibt es und warum ist eine exakte Ermittlung wichtig?</p><div style="height:15px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div><h2 class="wp-block-heading">Alles auf einen Blick:</h2><ul class="wp-block-list">
<li>Eine präzise Heizlastberechnung, auch Wärmebedarfsberechnung genannt, ist entscheidend, um die richtige Heizungsgröße zu wählen und somit Energieverluste zu minimieren.</li>



<li>Faktoren wie Dämmung und Luftdichtheit beeinflussen die Ermittlung des Wärmebedarfs erheblich.</li>



<li>Es gibt verschiedene Berechnungsmethoden, abhängig von Gebäudetypen und Normen.</li>



<li>Die Fenster spielen eine entscheidende Rolle bei der Heizlast.</li>



<li>Modernisierungen wie eine bessere Dämmung oder der Austausch alter Fenster können die Heizlast deutlich senken und die Effizienz steigern.</li>
</ul><div style="height:15px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div><h2 class="wp-block-heading">Was ist die Heizlast?</h2><p class="wp-block-paragraph">Die Gebäudeheizlast beschreibt die Menge an Wärme, die ein Heizsystem liefern muss, um die gewünschte Raumtemperatur in einem Gebäude aufrechtzuerhalten, also im Prinzip die Heizleistung. Sie dient also der Ermittlung des Wärmebedarfs. Dabei wird berücksichtigt, wie viel Wärme durch die Gebäudehülle nach außen entweicht und wie viel Wärme im Inneren benötigt wird, um eine angenehme Raumtemperatur zu gewährleisten. Die Heizlast wird in Watt (W) oder Kilowatt (kW) gemessen und ist eine wichtige Grundlage für die Dimensionierung und Auslegung von Heizsystemen. Doch die Gebäudeheizlast ist nicht nur für die Dimensionierung des Heizsystems relevant, sondern beeinflusst auch die Wahl der Komponenten wie Heizkörper, <a href="https://www.heizungsbau.net/magazin/fussbodenheizung-20193761" title="">Fußbodenheizung</a> oder Wärmeerzeuger (zum Beispiel <a href="https://www.heizungsbau.net/magazin/kategorie/waermepumpen" title="">Wärmepumpen</a>, <a href="https://www.heizungsbau.net/magazin/kategorie/gasheizung" title="">Gasheizung</a> oder <a href="https://www.heizungsbau.net/magazin/pelletheizung-20131697" title="">Pelletheizungen</a>.</p><p class="wp-block-paragraph">Eine Heizlastberechnung sollte bei Neubauten, Renovierungen oder Sanierungen oder beim Austausch der Heizungsanlage erfolgen, damit die Heizungsleistung an die aktuelle Bausituation angepasst werden kann.Eine geringe Heizleistung liegt bei 1 bis 3 kW, eine mittlere bei 3 bis 10 kW (typisch für ein normal isoliertes Einfamilienhaus) und eine hohe Heizleistung bei 10 bis 25 kW.</p><p class="wp-block-paragraph">Neben der Heizlast ist auch die Aufheizleistung zu berücksichtigen.</p><div style="height:15px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div><div class="articleNoticeableHint">
<div class="articleNoticeableHintHead">Was ist die Aufheizleistung?</div>
<div class="articleNoticeableHintBody" style="text-align: left;">Die Aufheizleistung ist die zusätzliche Heizleistung, die benötigt wird, um ein Gebäude nach einer Temperaturabsenkung schnell wieder auf die gewünschte Komforttemperatur zu bringen. Sie ergänzt die normale Heizlast und hängt von Faktoren wie dem Temperaturunterschied, der Gebäudemasse und der gewünschten Aufheizzeit ab. Die Aufheizleistung sorgt dafür, dass Räume nach einer Absenkphase zeitgerecht wieder warm werden.</div></div><div style="height:15px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div><h3 class="wp-block-heading">Warum ist die Berechnung der Heizlast wichtig?</h3><p class="wp-block-paragraph">Nur mit einer exakten Heizlastberechnung ist es möglich, die richtige Heizungsanlage auszuwählen und somit eine effiziente und ausreichende Beheizung zu gewährleisten. Eine zu kleine Anlage kann die Räume nicht ausreichend beheizen, während eine überdimensionierte Heizung ineffizient arbeitet und höhere Betriebskosten verursacht. Ein Fachbetrieb kennt sich hier aus und berät Sie entsprechend. </p><div style="height:15px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div><div style="height:15px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div><hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"><div class="callout"><div class="head">Benötigen Sie Hilfe für Ihr Heizungsprojekt?</div><div class="body">Erhalten Sie Angebote von Fachbetrieben in Ihrer Nähe.</div><button type="button" class="get-the-angebote" data-et-type="CTA-Banner">Jetzt unverbindlich Anfrage stellen</button></div><hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"><div style="height:15px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div><h2 class="wp-block-heading">Welche Faktoren beeinflussen die Gebäudeheizlast?</h2><p class="wp-block-paragraph">Um die Gebäudeheizlast zu bestimmen, müssen verschiedene Faktoren berücksichtigt werden. Sie alle hängen mit den örtlichen Gegebenheiten des Gebäudes und dem Zustand der Fenster zusammen:</p><ul class="wp-block-list">
<li>Wärmedurchlässigkeit der Fensterrahmen und -verglasungen </li>



<li>Raumhöhen, Bauweise und Nutzung der einzelnen Räume </li>



<li>Dämmqualität der Gebäudehülle</li>



<li>Anzahl, Größe und Ausrichtung der Fenster</li>



<li>Lage und Ausrichtung des Gebäudes (zum Beispiel Himmelsrichtung, Verschattung)</li>



<li>Lüftungsverluste durch geplanten Luftaustausch oder Undichtigkeiten</li>
</ul><div style="height:5px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div><h3 class="wp-block-heading">Welche Rolle spielen Dämmung und Wärmeverluste bei der Heizlast?</h3><p class="wp-block-paragraph">Die Dämmung eines Gebäudes ist ein entscheidender Faktor bei der Berechnung der Heizlast, da sie maßgeblich beeinflusst, wie viel Wärme im Innenraum verbleibt und wie viel über die Gebäudehülle verloren geht. Schlecht isolierte Bereiche wie Wände, Fenster oder Dächer tragen dazu bei, dass große Mengen an Wärme <strong>ungenutzt nach außen entweichen</strong>. Diese Wärmeverluste müssen vom Heizsystem kompensiert werden, was die erforderliche Heizleistung erhöht und zu höheren Heizkosten führt.</p><h3 class="wp-block-heading">Wie beeinflussen Fensterflächen und deren Qualität die Heizlast?</h3><p class="wp-block-paragraph">Eine gute Dämmung reduziert die Transmissionswärmeverluste und ermöglicht eine gleichmäßigere Verteilung der Wärme im Gebäude. Dies sorgt nicht nur für eine behaglichere Innenraumtemperatur, sondern trägt auch zur Energieeffizienz bei. Ebenso beeinflusst die <strong>Qualität der Fenster</strong> (etwa Mehrfachverglasung und Rahmenmaterial) die Heizlast maßgeblich, da Fenster oft die schwächsten Punkte in der Gebäudehülle darstellen. Insbesondere Fensterflächen sind ein kritischer Punkt bei Heizlastberechnungen.</p><div style="height:15px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div><div class="articleNoticeableHint">
<div class="articleNoticeableHintHead">Was sind Transmissionswärmeverluste?</div>
<div class="articleNoticeableHintBody" style="text-align: left;">Transmissionswärmeverluste treten sowohl innerhalb eines Hauses von Raum zu Raum als auch von innen nach außen über die Gebäudehülle auf. Beheizte Räume geben Wärme über Innenwände, Zimmertüren, Decken und Fußböden an angrenzende, unbeheizte Räume ab. Zusätzlich verliert das Gebäude Wärme nach außen, unter anderem durch Dach, Fassade, Fenster, Außentüren, erdberührte Bauteile und Wärmebrücken. Die Höhe des Wärmeverlusts muss für jedes Bauteil präzise berechnet werden, und zwar mithilfe des Wärmedurchgangskoeffizienten (U-Wert), der je nach Baustoff variiert.</div></div><div style="height:15px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div><h3 class="wp-block-heading">Wie wirkt sich die geografische Lage auf die Heizlast aus?</h3><p class="wp-block-paragraph">Nicht nur der Bau des Gebäudes, sondern auch der Standort wirkt sich auf die Heizlast aus. In kälteren Regionen muss die Heizlast höher angesetzt werden, während in wärmeren Gegenden die Anforderungen geringer ausfallen. Um das bei der Berechnung entsprechend einzubeziehen, werden die örtlichen Wetterdaten hinzu- und die Beschattung des Gebäudes miteinbezogen. </p><h3 class="wp-block-heading">Welche Rolle spielt die Luftdichtheit bei Berechnen der Gebäudeheizlast?</h3><p class="wp-block-paragraph">Wenn ein Gebäude nicht luftdicht gebaut ist, werden Luftströmungen und damit einhergehende Wärmeverluste unkontrolliert reduziert. Das passiert, wenn  zum Beispiel undichte Fenster oder Türen vorhanden sind, durch die warme Luft ungehindert durchziehen kann.  </p><div style="height:15px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div><figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://magazin.digitaleseiten.de/wp-content/uploads/2024/11/blower-door-test.webp"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="1024" height="577" src="https://magazin.digitaleseiten.de/wp-content/uploads/2024/11/blower-door-test-1024x577.webp" alt="Ein Blower-Door-Test, der zur Überprüfung der Luftdichtheit eines Gebäudes durchgeführt wird. Ein großer Ventilator ist in eine Türöffnung mit roter Folienabdichtung eingesetzt. Der Test hilft, Wärmeverluste zu identifizieren und die Energieeffizienz des Gebäudes zu verbessern." class="wp-image-6905" srcset="https://magazin.digitaleseiten.de/wp-content/uploads/2024/11/blower-door-test-1024x577.webp 1024w, https://magazin.digitaleseiten.de/wp-content/uploads/2024/11/blower-door-test-300x169.webp 300w, https://magazin.digitaleseiten.de/wp-content/uploads/2024/11/blower-door-test-768x433.webp 768w, https://magazin.digitaleseiten.de/wp-content/uploads/2024/11/blower-door-test-1536x865.webp 1536w, https://magazin.digitaleseiten.de/wp-content/uploads/2024/11/blower-door-test-2048x1154.webp 2048w, https://magazin.digitaleseiten.de/wp-content/uploads/2024/11/blower-door-test-100x56.webp 100w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px"></a><figcaption class="wp-element-caption">Der Blower-Door-Test ist auch als Luftdichtheitsmessung bekannt © StockSeller_ukr / istockphoto.com</figcaption></figure><div style="height:15px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div><p class="wp-block-paragraph">Um die Luftdichtheit eines Gebäudes zu überprüfen und zu verbessern, kann ein sogenannter <strong>Blower-Door-Test </strong>durchgeführt werden. Dieser Test zeigt, wo ungewollte Luftaustritte entstehen und welche Maßnahmen zur Verbesserung der Luftdichtheit erforderlich sind.</p><h3 class="wp-block-heading">Welche Rolle spielt die Lüftung bei der Heizlastberechnung?</h3><p class="wp-block-paragraph">Es gibt zwei Hauptarten von Lüftungsverlusten: die <strong>natürliche Lüftung</strong> (zum Beispiel durch Öffnen von Fenstern und Türen) und die kontrollierte, <strong>mechanische Lüftung</strong>. In beiden Fällen ersetzt kühlere Außenluft die erwärmte Innenluft, was zu einem Wärmeverlust führt, der in die Heizlastberechnung einfließt. Je höher die Luftwechselrate, desto größer sind die Lüftungswärmeverluste.</p><h3 class="wp-block-heading">Welche Auswirkungen haben Innenraumtemperaturen auf die Heizlast des Hauses?</h3><p class="wp-block-paragraph">Je höher die gewünschte Raumtemperatur ausfallen soll, desto größer ist die Differenz zur Außentemperatur und damit steigt die Heizlast. Demnach führen unterschiedliche Raumtemperaturen in den Gebäudebereichen zu variierenden Heizlasten, was sich in der Berechnung widerspiegelt. Räume mit höherer Solltemperatur, wie Badezimmer, benötigen mehr Heizenergie als beispielsweise Schlafzimmer, die oft auf eine niedrigere Temperatur eingestellt sind. In der Heizlastberechnung wird dies berücksichtigt, um das Heizsystem optimal auf den tatsächlichen Bedarf der verschiedenen Zonen und Räume abzustimmen.</p><div style="height:15px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div><h2 class="wp-block-heading">Heizlast berechnen: Wie geht das?</h2><p class="wp-block-paragraph">Die Berechnung der Heizlast durchläuft mehrere Schritte. Die Analyse der Bedingungen wie Nutzerverhalten und Dämmqualität erfolgt in der Regel im Rahmen einer Vorabschätzung, es wird üblicherweise nicht direkt gemessen, sondern auf Basis von Normwerten und Erfahrungswerten geschätzt. Zuerst werden die baulichen Gegebenheiten, das Gebäudevolumen und die Dämmqualität detailliert aufgenommen. Auf Basis dieser Informationen und den festgelegten Zielwerten für Raumtemperaturen und Nutzung werden die Transmissions- und Lüftungswärmeverluste berechnet. Die berechneten Wärmeverluste werden dann in eine Heizlast umgerechnet, um das Heizsystem genau auf den tatsächlichen Bedarf anzupassen.</p><h3 class="wp-block-heading">Welche Normen und Vorschriften gibt es für die Berechnung der Heizlast? </h3><p class="wp-block-paragraph">In der Regel erfolgt die Berechnung nach<strong> DIN EN 12831-1</strong>. Dabei handelt es sich um eine europäische Norm, die detaillierte Verfahren zur Berechnung der Heizlast von Gebäuden, auch Neubauten, festlegt („Energetische Bewertung von Gebäuden – Verfahren zur Berechnung der Norm-Heizlast“ . Sie dient als Grundlage zur Bestimmung der erforderlichen Heizleistung, um eine konstante Raumtemperatur zu gewährleisten, indem sie bauliche, klimatische und nutzungsbezogene Faktoren einbezieht. Die <strong>DIN EN 15378-1</strong> legt die Anforderungen für die energetische Inspektion und Bewertung von Heizungsanlagen fest. Sie dient dazu, die Energieeffizienz bestehender Systeme zu analysieren und Optimierungspotenziale zu identifizieren. Die Norm richtet sich vor allem an bestehende Gebäude und konzentriert sich auf die Effizienzsteigerung durch Inspektion und Wartung.</p><p class="wp-block-paragraph">Beide Normen sind für Privathaushalte relevant, wobei DIN EN 12831-1 hauptsächlich bei der Planung neuer oder der Sanierung alter Anlagen zum Einsatz kommt, während DIN EN 15378-1 auf die Effizienzbewertung und -steigerung bestehender Heizungsanlagen abzielt.</p><table class="article-table">
<thead>
<tr>
<th><strong>Methode</strong></th>
<th><strong>Beschreibung</strong></th>
<th><strong>Anwendungsbereich</strong></th>
<th><strong>Vorteile</strong></th>
<th><strong>Nachteile</strong></th>
</tr>
</thead>
<tbody>
<tr>
<td>DIN EN 12831-1</td>
<td>standardisierte Berechnung der Heizlast nach europäischer Norm</td>
<td>
<ul>
<li>alle Gebäudetypen</li>
<li>detaillierte Planungen</li>
</ul>
</td>
<td>
<ul>
<li>berücksichtigt alle baulichen und klimatischen Details</li>
</ul>
</td>
<td>
<ul>
<li>komplex</li>
<li>aufwendig</li>
<li>benötigt umfangreiche Daten</li>
</ul>
</td>
</tr>
<tr>
<td>DIN EN 15378-1</td>
<td>einfache, überschlagsähnliche Berechnung</td>
<td>
<ul>
<li>bestehende Gebäude</li>
<li>energetische Sanierungen</li>
</ul>
</td>
<td>
<ul>
<li>hilft bei der Optimierung</li>
</ul>
</td>
<td>
<ul>
<li>weniger detailliert</li>
<li>Fokus mehr auf Effizienzoptimierung</li>
<li>nicht zulässig bei Neubauten oder solchen Gebäuden, die saisonal genutzt werden</li>
</ul>
</td>
</tr>
</tbody>
</table><div style="height:15px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div><h3 class="wp-block-heading">Welche Methoden zur Heizlastberechnung gibt es?</h3><p class="wp-block-paragraph">Es gibt mehrere Methoden zur Berechnung der Heizlast, die sich in ihrer Genauigkeit, Komplexität und Anwendungsweise unterscheiden. Hier sind die gängigsten Methoden:</p><ol class="wp-block-list">
<li><strong>Normgerechte Heizlastberechnung</strong>:<br>Die detaillierte Berechnung nach Norm ist die in Europa standardisierte und am häufigsten angewandte Methode zur Heizlastberechnung. Sie berücksichtigt bauliche Faktoren wie Wärmedämmung und Fensterflächen, klimatische Bedingungen am Standort und nutzungsbedingte Faktoren (zum Beispiel gewünschte Raumtemperatur oder Lüftungsverluste). Diese Methode ist sehr präzise und wird insbesondere bei Neubauten und umfangreichen Sanierungen angewendet.<br></li>



<li><strong>Vereinfachte Berechnungsmethoden</strong>:<br>Für grobe Abschätzungen, insbesondere in der Planungsphase oder für kleinere Projekte, gibt es vereinfachte Berechnungsmethoden. Sie bieten aber keine hohe Genauigkeit und berücksichtigen keine spezifischen Gebäudecharakteristika, wie Dämmqualität oder Luftwechselraten.<br></li>



<li><strong>Computerunterstützte Berechnung (CAD- und BIM-Software)</strong>:<br>Mittels moderner CAD- und BIM-Software (Building Information Modeling) können detaillierte Heizlastberechnungen durchgeführt werden. Diese Programme ermöglichen eine präzise Modellierung der Gebäudestruktur, Materialien und Standorteinflüsse und liefern hochgenaue Berechnungen, die mit Normen wie der DIN EN 12831 kompatibel sind. Diese Methode eignet sich besonders für komplexe Gebäude und wird häufig in größeren Bauprojekten angewandt.<br></li>



<li><strong>Dynamische Simulationen</strong>:<br>Bei dynamischen Simulationen werden Heizlasten über einen längeren Zeitraum hinweg unter Berücksichtigung sich ändernder klimatischer und nutzungsbedingter Einflüsse berechnet. Diese Methode ist besonders präzise, da sie Tagesverläufe, Sonneneinstrahlung und andere variable Faktoren einbezieht. Sie wird häufig für sehr große Gebäude oder Spezialgebäude mit komplexem Nutzungsverhalten eingesetzt.<br></li>



<li><strong>Tabellenbasierte oder pauschalisierte Verfahren</strong>:<br>In einigen Fällen werden pauschalisierte Werte oder Tabellen verwendet, die grobe Annahmen zu Heizlasten pro Gebäudetyp oder Klimazone bieten. Diese Verfahren sind wenig präzise und werden selten für genaue Planungen genutzt, eignen sich jedoch zur schnellen Abschätzung von Heizlasten.</li>
</ol><div style="height:15px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div><div class="articleNoticeableHint">
<div class="articleNoticeableHintHead">Schon gewusst?</div>
<div class="articleNoticeableHintBody" style="text-align: left;">Die PHPP-Methode (Passivhaus-Projektierungspaket) dient zur Heizlastberechnung in Passivhäusern und energieeffizienten Gebäuden, für die sie speziell entwickelt wurde. Sie erfordert sehr genaue Gebäudeangaben und  ist besonders dann geeignet, wenn es um eine exakte Planung und Optimierung der Heizlast geht.</div></div><div style="height:15px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div><p class="wp-block-paragraph">Zusammengefasst lässt sich sagen: Die Wahl der Methode hängt von den Anforderungen an die Genauigkeit, dem Gebäudezweck und dem Planungsstadium ab. Für Neubauten und umfangreiche Sanierungen ist die detaillierte Berechnung nach DIN EN 12831 vorgeschrieben, während vereinfachte Methoden oft nur für erste Abschätzungen genutzt werden.</p><h3 class="wp-block-heading">Diese Werte benötigen Sie für eine genaue Heizlastberechnung</h3><ul class="wp-block-list">
<li>exakte Raummaße</li>



<li>Normaußentemperatur </li>



<li>gewünschte Zimmertemperatur und Innentemperaturen</li>



<li>Luftwärmekapazität</li>



<li>U-Werte</li>
</ul><div style="height:5px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div><h3 class="wp-block-heading">Mit welcher Formel kann ich eine erste Heizlastberechnung durchführen?</h3><p class="wp-block-paragraph">Wenn Sie sich einen ersten Überblick über die Heizlast Ihres Gebäudes machen möchten, können Sie die <strong>einfache</strong><strong> Berechnung nach DIN EN 15378 </strong>vornehmen, die allerdings keine offizielle Gültigkeit besitzt.</p><p class="wp-block-paragraph"><strong>Die Formel lautet:</strong></p><div class="articleNoticeableHint">
<div class="articleNoticeableHintHead"></div>
<div class="articleNoticeableHintBody" style="text-align: left;">Fläche (Quadratmeter) × Heizlast (Watt pro Quadratmeter) ÷ 1.000 = Heizleistung (KiloWatt)</div></div><div style="height:15px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div><p class="wp-block-paragraph">Sie sollten diese Berechnung aber nicht final hernehmen, um sich für einen Wärmeerzeuger zu entscheiden, sie ist lediglich ein erster Überschlag. </p><p class="wp-block-paragraph">Möchten Sie den Transmissionswärmeverlust berechnen, dann nehmen Sie folgende Formel: </p><div class="articleNoticeableHint">
<div class="articleNoticeableHintHead"></div>
<div class="articleNoticeableHintBody" style="text-align: left;">Fläche x U-Wert x Temperaturdifferenz</div></div><div style="height:15px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div><p class="wp-block-paragraph">Und für Lüftungswärmeverluste gilt: </p><div class="articleNoticeableHint">
<div class="articleNoticeableHintHead"></div>
<div class="articleNoticeableHintBody" style="text-align: left;">Luftvolumen x Wärmekapazität der Luft x Temperaturdifferenz</div></div><div style="height:15px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div><h3 class="wp-block-heading">Heizlastberechnung online: Heizlastrechner</h3><div class="calculator mb-4">        <div class="hlc container mt-4">            <h3>Gebäudeheizlast berechnen</h3>            <form id="heatLoadCalculator">                <div class="form-row mb-3">                    <div class="col">                        <label for="area">Fläche des Gebäudes (in m²):</label>                        <input type="number" class="form-control" id="area" placeholder="70">                    </div>                </div>                <div class="form-row mb-3">                    <div class="col">                        <label for="heatTime">Heizstunden:</label>                        <input type="number" class="form-control" id="heatTime" value="2000" required>                    </div>                </div>                <div class="form-row mb-3">                    <div class="col">                        <label for="houseType">Haustyp:</label>                        <select id="houseType" class="form-control" required>                            <option value="1">Passivhaus (Wärmebedarf: 0,015 kW/m²)</option>                            <option value="2">Neubau nach GEG (Wärmebedarf: 0,04 kW/m²)</option>                            <option value="3">Neubau mit Standardwärmedämmung (Wärmebedarf: 0,06 kW/m²)</option>                            <option value="4">Teilsanierter Altbau mit Wärmedämmung  (Wärmebedarf: 0,08 kW/m²)</option>                            <option value="4">Neubau ohne Wärmedämmung (Wärmebedarf: 0,08 kW/m²)</option>                            <option value="5">Altbau ohne Wärmedämmung (Wärmebedarf: 0,12 kW/m²)</option>                        </select>                    </div>                </div>                <button type="submit" class="btn btn-primary mt-4 mb-4">Berechnen</button>            </form>            <div id="errorHLC" class="alert alert-danger" style="display: none;"></div>            <div id="resultHLC"></div>        </div>    </div><script async defer>        let area; 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       }    </script><div style="height:15px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div><h2 class="wp-block-heading">Wer führt die Heizlastberechnung durch?</h2><p class="wp-block-paragraph">Eine korrekte und detaillierte Heizlastberechnung wird in der Regel von <strong>Fachleuten des Heizungs- und Sanitärhandwerks</strong>, <strong>Energieberatern</strong> oder <strong>Fachplanern für Gebäudetechnik (TGA-Planer)</strong> durchgeführt. Im Gegensatz zu einem Laien haben diese Experten die nötigen Kenntnisse und Werkzeuge, um die Berechnung fachgerecht vorzunehmen und alle relevanten Faktoren zu berücksichtigen. Eine normgerechte Heizlastberechnung umfasst detaillierte Daten zur Gebäudehülle, Dämmqualität, Fensterflächen, Lüftungsanforderungen und Raumhöhen sowie den gewünschten Innenraumtemperaturen und Standortbedingungen.</p><p class="wp-block-paragraph">Im Detail können folgende Fachleute eine Heizlastberechnung durchführen:</p><ol class="wp-block-list">
<li><strong>Heizungsinstallateure und Fachbetriebe</strong>: Heizungsinstallateure und Heizungsbauer bieten oft die Heizlastberechnung als Teil der Planung und Dimensionierung einer Heizungsanlage an, insbesondere im Zuge eines Neubaus oder einer energetischen Sanierung.<br></li>



<li><strong>Energieberater</strong>: Energieberater, die oft auch in staatlich geförderte Sanierungsprogramme eingebunden sind, führen Heizlastberechnungen durch, um effiziente Heizsysteme zu planen und das Gebäude energetisch zu bewerten. Sie können häufig auch geeignete  Fördermöglichkeiten aufzeigen.<br></li>



<li><strong>TGA-Planer oder Ingenieurbüros für Gebäudetechnik</strong>: Bei komplexeren Projekten oder größeren Gebäuden wie Mehrfamilienhäusern oder Bürogebäuden sind TGA-Planer oder spezialisierte Ingenieurbüros oft die beste Wahl. Sie berechnen die Heizlast detailliert und entwickeln umfassende Konzepte für die Heizungs- und Gebäudetechnik.</li>
</ol><div style="height:5px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div><p class="wp-block-paragraph">Eine Heizlastberechnung sollte immer von einem Profi durchgeführt werden, um sicherzustellen, dass das Heizsystem korrekt dimensioniert ist und optimal arbeitet.</p><div style="height:15px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div><hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"><button class="get-the-angebote">Jetzt Experten anfragen &amp; Heizlast berechnen lassen!</button><hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"><div style="height:15px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div><h2 class="wp-block-heading">Was ist der Unterschied zwischen der Heizlastberechnung und dem tatsächlichen Energieverbrauch?</h2><p class="wp-block-paragraph">Die Heizlastberechnung verrät Ihnen, wie viel Wärme theoretisch benötigt wird, um ein Gebäude konstant auf einer bestimmten Temperatur zu halten. Sie berücksichtigt dabei entsprechende Einflussfaktoren wie Wärmeverluste über die Gebäudehülle, die Außentemperatur und die gewünschte Raumtemperatur. Die Heizlast beschreibt also die <strong>maximal benötigte Heizleistung</strong>, um auch bei extremen Wetterbedingungen eine stabile Innentemperatur zu gewährleisten.</p><p class="wp-block-paragraph">Bei dem tatsächlichen Energieverbrauch handelt es sich allerdings um eine Angabe, die sich an dem <strong>Verhalten der Bewohner</strong>,<strong> </strong>der<strong> Nutzung der Räume</strong> und den individuellen Wärmegewohnheiten orientiert. Dazu zählen weiterhin Schwankungen der Außentemperatur und nicht kalkulierbare Wärmequellen wie Sonneneinstrahlung, die sich direkt auf den Verbrauch auswirken.</p><div style="height:15px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div><h2 class="wp-block-heading">Wie unterscheiden sich die Heizlastberechnungen für verschiedene Gebäudetypen?</h2><p class="wp-block-paragraph">Je nach Gebäudetyp fallen unterschiedliche Bauweisen, Nutzungsarten und Anforderungen ins Gewicht, die bei der Berechnung individuell berücksichtigt werden müssen. So haben beispielsweise Gewerbegebäude oft größere Fensterflächen und offenere Räume als Wohnhäuser, die bei der Berechnung gesondert berücksichtigt werden müssen.</p><ul class="wp-block-list">
<li>Bei <strong>Wohngebäuden</strong> liegt der Fokus auf der Berechnung der Heizlast für individuell genutzte Räume wie Wohnzimmer, Schlafzimmer, Küche und Bad. Hier werden die jeweiligen Raumtemperaturen, die Gebäudehülle (Wände, Fenster, Dach) und typische Lüftungsgewohnheiten berücksichtigt. Wohngebäude haben oft unterschiedliche Raumtemperaturen, was die Berechnung für jeden Raum einzeln erforderlich macht.</li>



<li><strong>Gewerbe- und Bürogebäude</strong> benötigen meist eine gleichmäßige Temperatur über größere Flächen hinweg, was eine zentralere und vereinfachte Berechnung ermöglicht. Die Heizlastberechnung muss jedoch Faktoren wie hohe Personenanzahl, Beleuchtung, IT-Ausstattung und Maschinen berücksichtigen, die zusätzliche Wärmequellen darstellen und die Heizlast reduzieren können. Auch sind oft spezielle Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnungssystemen integriert.</li>



<li><strong>Industriegebäude</strong>: Bei Industriegebäuden sind die Anforderungen an die Heizlast sehr spezifisch, da hier oft hohe Hallen, große offene Flächen und unterschiedliche Wärmequellen (Maschinen, Produktionsprozesse) vorliegen. Es wird verstärkt auf die Zonierung der Heizlast geachtet, da verschiedene Bereiche des Gebäudes unterschiedliche Anforderungen an Temperatur und Lüftung haben. Hier werden oft separate Heizsysteme für einzelne Zonen verwendet.</li>



<li><strong>Öffentliche Gebäude </strong>wie Schulen oder Krankenhäuser stellen hohe Anforderungen an die gleichmäßige Beheizung und Belüftung, da sie für die Sicherheit und den Komfort vieler Menschen sorgen müssen. Die Heizlastberechnung umfasst oft große gemeinschaftlich genutzte Räume wie Klassenräume, Flure, Aufenthaltsräume oder Operationssäle. Hier ist die Luftqualität und -dichtheit besonders wichtig, und es kommen häufig kombinierte Heiz- und Lüftungssysteme mit spezifischen Anforderungen zum Einsatz.</li>



<li>Bei <strong>Passivhäusern und Niedrigenergiegebäuden</strong> geht es vor allem um minimale Wärmeverluste, weswegen die Heizlastberechnung sehr detailliert ausfällt und hochisolierte Gebäudehüllen, Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung und geringe interne Wärmequellen berücksichtigt. Die genaue Berechnung ist entscheidend, da diese Gebäudetypen mit sehr niedrigen Heizlasten auskommen und oft keine klassischen Heizsysteme benötigen.</li>
</ul><div style="height:5px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div><p class="wp-block-paragraph">Da die Berechnungen sehr komplex werden können, ist hier ein Profi der richtige Ansprechpartner. </p><div style="height:15px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div><h2 class="wp-block-heading">Wie wird die Heizlast bei unterschiedlichen Außentemperaturen angepasst?</h2><p class="wp-block-paragraph">Moderne Heizsysteme sind mittlerweile in der Lage, Energieverschwendung aktiv zu vermeiden. Das realisieren sie durch die dynamische Anpassung der Heizleistung, indem sogenannte witterungsgeführte Regelungen oder Außentemperaturfühler zum Einsatz kommen.</p><ul class="wp-block-list">
<li><strong>Witterungsgeführte Regelung:</strong> Diese Regelung basiert auf einem Außentemperaturfühler, der kontinuierlich die Umgebungstemperatur misst. Die Heizungssteuerung passt dann die Vorlauftemperatur des Heizsystems entsprechend an. Sinkt die Außentemperatur, erhöht die Regelung automatisch die Vorlauftemperatur, um den Wärmeverlust auszugleichen. Steigt die Außentemperatur, wird die Vorlauftemperatur reduziert.<br></li>



<li><strong>Vorlauftemperatursteuerung: </strong>Bei modernen Heizsystemen wie Wärmepumpen oder Brennwertkesseln kann die Vorlauftemperatur flexibel an die Witterungsverhältnisse angepasst werden. Dadurch wird die Heizanlage nur mit der benötigten Leistung betrieben, was die Effizienz maximiert.<br></li>



<li><strong>Raumtemperaturregelung:</strong> Neben der witterungsgeführten Regelung kann auch die Raumtemperaturregelung eine Rolle spielen. Intelligente Thermostate passen die Heizleistung an die Raumtemperatur an, indem sie die Wärmeabgabe des Heizkörpers gezielt steuern.</li>
</ul><div style="height:15px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div><div class="articleNoticeableHint">
<div class="articleNoticeableHintHead">UNSER EXPERTE ERKLÄRT:</div>
<div class="articleNoticeableHintBody" style="text-align: left;"><i>„Die Vorlauftemperatur ist die Wassertemperatur, die ich meinem Heizsystem zur Verfügung stellen muss, um wohlige Wärme zu erzeugen.“</i><br>Michael Engel – Dozent &amp; Ausbilder SHK Innung München</div></div><div style="height:15px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div><h2 class="wp-block-heading">Wie können Modernisierungen oder energetische Sanierungen die Heizlast reduzieren?</h2><p class="wp-block-paragraph">Um die Heizlast eines Gebäudes zu reduzieren, bieten sich stets Modernisierungen und energetische Sanierungen an. Für dieses Vorhaben stehen unterschiedliche Maßnahmen zur Wahl, die für sich alleine bereits positive Auswirkungen zeigen. Eine energetische Sanierung sorgt nicht nur für eine Reduzierung der Heizlast, sondern senkt auch die laufenden Heizkosten deutlich. Weniger Wärmeverluste bedeuten, dass die <strong>Heizanlage weniger arbeiten muss</strong>, um die gewünschten Raumtemperaturen zu halten. Dadurch sinkt der Energieverbrauch und folglich auch die Heizkosten. Außerdem erhöht sich durch die Sanierung der Wohnkomfort, da Kältebrücken und Zugluft minimiert werden.</p><h3 class="wp-block-heading"><strong>Übersicht: Modernisierungen oder energetische Sanierungen und ihre Auswirkungen</strong></h3><table class="article-table">
<thead>
<tr>
<th><strong>Modernisierung/ Sanierung</strong></th>
<th><strong>Ergebnis</strong></th>
</tr>
</thead>
<tbody>
<tr>
<td>Fassaden, Kellerdecken und Dächer: Dämmung verbessern</td>
<td>eine gute Dämmung reduziert Wärmeverluste über die Gebäudehülle</td>
</tr>
<tr>
<td>Fenster:<strong> </strong>Austausch durch moderne Mehrfachverglasungen mit niedrigen U-Werten</td>
<td>Mehrfachverglasungen senken Energieverluste</td>
</tr>
<tr>
<td>Wärmeerzeuger:<strong> </strong>Umstellung auf moderne Heiztechniken wie Brennwertkessel oder Wärmepumpen</td>
<td>gezielte Anpassung auf den tatsächlichen Bedarf</td>
</tr>
<tr>
<td>Fugen und Risse:<strong> </strong>abdichten</td>
<td>verbesserte Luftdichtheit verringert die Lüftungswärmeverluste</td>
</tr>
</tbody>
</table><div style="height:15px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div><div class="articleNoticeableHint">
<div class="articleNoticeableHintHead">GUT ZU WISSEN:</div>
<div class="articleNoticeableHintBody" style="text-align: left;">Eine Sanierung ist besonders dann effizient, wenn sie auf Grundlage einer professionellen Wärmebedarfsanalyse durchgeführt wird. Dies stellt sicher, dass alle Schwachstellen im Gebäude gezielt angegangen werden. Ein <a href="https://www.heizungsbau.net/magazin/energieberatung-20236305">Energieberater</a> kann hier der richtige Ansprechpartner sein, auch was eventuelle Förderungen angeht. </div></div><div style="height:15px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div><hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"><button class="get-the-angebote">Jetzt Experten anfragen &amp; Heizlast berechnen lassen!</button><hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"><div style="height:15px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div><h2 class="wp-block-heading">Welche Heizsysteme sind am besten für eine bestimmte Heizlast geeignet?</h2><p class="wp-block-paragraph">Eine Wärmepumpe muss dieselbe Leistung erbringen wie beispielsweise eine Gas-Hybridheizung. Daher stellt sich die Frage „Wie viel kW benötigt meine Heizung?“ grundsätzlich für jedes Heizsystem auf die gleiche Weise – die Wahl des Systems ist dabei zunächst zweitrangig.</p><p class="wp-block-paragraph">Zuerst sollten Sie die Heizlast für alle Räume und das gesamte Gebäude berechnen lassen. Auf dieser Basis kann dann entschieden werden, welches Heizsystem verwendet wird und wie es optimal an das Gebäude angepasst wird. So werden beispielsweise die Heizkörper und Heizflächen je nach vom Heizsystem bereitgestellter Vorlauftemperatur unterschiedlich dimensioniert.</p><table class="article-table">
<thead>
<tr>
<td><strong>Heizsystem</strong></td>
<td><strong>Heizlast</strong></td>
<td><strong>Vorteile</strong></td>
</tr>
</thead>
<tbody>
<tr>
<td>Wärmepumpen</td>
<td>niedrige bis mittlere Heizlast (gut gedämmte Neubauten oder sanierte Bestandsgebäude); hier ist die korrekt dimensionierte Heizung besonders wichtig</td>
<td>sehr effizient, besonders in Kombination mit <a href="https://www.heizungsbau.net/magazin/flaechenheizung-20183582" title="">Flächenheizungen</a> (niedrige Vorlauftemperaturen)</td>
</tr>
<tr>
<td>Gasheizung (Brennwerttechnik)</td>
<td>mittlere bis hohe Heizlast (Neubauten und Bestandsgebäude)</td>
<td>kompakt, hohe Effizienz und geringer Energieverbrauch; flexibel einsetzbar bei unterschiedlichen Heizlasten</td>
</tr>
<tr>
<td>Pelletheizung</td>
<td>mittlere bis hohe Heizlast (Bestandsgebäude mit moderater bis hoher Heizlast)</td>
<td>umweltfreundlich, CO₂-neutral und gute Option für ältere Gebäude mit konstantem Wärmebedarf</td>
</tr>
<tr>
<td>Elektroheizung beziehungsweise <a href="https://www.heizungsbau.net/magazin/keramikheizung-20236417" title="">Keramikheizung</a></td>
<td>sehr niedrige Heizlast (gut gedämmte Gebäude oder temporäre Räume)</td>
<td>einfache Installation und flexibel, besonders für punktuelle Nutzung wie Infrarotheizungen</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="https://www.heizungsbau.net/magazin/fernwaerme-20257068">Fernwärme</a></td>
<td>nur geeignet für Gebäude mit Fernwärmeanschluss, bei variabler Heizlast</td>
<td>geringer Wartungsaufwand, oft nachhaltig durch zentrale Erzeugung aus Abwärme oder erneuerbarer Energie</td>
</tr>
</tbody>
</table><div style="height:15px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div><hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"><div style="height:15px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div><div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img decoding="async" width="768" height="512" src="https://magazin.digitaleseiten.de/wp-content/uploads/2022/12/michael-engel-shk-innung.jpeg" alt="Dozent und Ausbilder der SHK Innung München für Wärmepumpen" class="wp-image-6157 size-full" srcset="https://magazin.digitaleseiten.de/wp-content/uploads/2022/12/michael-engel-shk-innung.jpeg 768w, https://magazin.digitaleseiten.de/wp-content/uploads/2022/12/michael-engel-shk-innung-300x200.jpeg 300w, https://magazin.digitaleseiten.de/wp-content/uploads/2022/12/michael-engel-shk-innung-100x67.jpeg 100w" sizes="(max-width: 768px) 100vw, 768px"></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph"><strong>Über unseren Experten</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Michael Engel arbeitet als Ausbilder und Dozent im Fachbereich Fort- und Weiterbildung der SHK Innung München. In Seminaren vermittelt der Experte der SHK Fachwissen zur Planung und Errichtung von Wärmepumpenanlagen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://www.shk-innung-muenchen.de/">» Zur Seite der SHK Innung München</a></p>
</div></div><div style="height:15px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div><hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"><div style="height:15px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div><h2 class="wp-block-heading">Mit diesen 5 Maßnahmen halten Sie Ihre Heizkosten zusätzlich gering</h2><ol class="wp-block-list">
<li><strong>Luftfeuchtigkeit kontrollieren: </strong>Eine zu hohe Luftfeuchtigkeit kann die Heizkosten in die Höhe treiben, da feuchte Luft mehr Energie benötigt, um auf Temperatur gebracht zu werden. Messen Sie die Luftfeuchtigkeit mithilfe eines Hygrometers und nutzen Sie gegebenenfalls Luftentfeuchter in problematischen Räumen.<br></li>



<li><strong>Heizkörper freihalten: </strong>Stellen Sie sicher, dass Heizkörper nicht durch Möbel oder Vorhänge verdeckt werden. Freistehende Heizkörper können die Wärme besser abgeben, was die Effizienz der Heizanlage steigert.<br></li>



<li><strong>Heizkreislauf überprüfen: </strong>Überprüfen Sie den Heizkreislauf regelmäßig auf Luftansammlungen und stellen Sie sicher, dass das Heizsystem entlüftet ist. Luft in den Heizkörpern verringert die Wärmeleistung erheblich.<br></li>



<li><strong>Schwachstellen durch Wärmebilder identifizieren: </strong>Lassen Sie eine thermografische Untersuchung durchführen, um potenzielle Wärmebrücken und undichte Stellen in der Gebäudehülle sichtbar zu machen. So können gezielte Verbesserungen vorgenommen werden.<br></li>



<li><strong>Wärmespeicherfähigkeit der Bauteile nutzen: </strong>Wählen Sie Materialien, die eine hohe Wärmespeicherfähigkeit haben, um die Temperatur in den Räumen über längere Zeit konstant zu halten. Massive Wände speichern die Wärme besser und entlasten das Heizsystem.</li>
</ol><div style="height:15px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div><hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"><button class="get-the-angebote">Jetzt Experten anfragen &amp; Heizlast berechnen lassen!</button><hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"><div style="height:15px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div><h2 class="wp-block-heading">Fazit</h2><p class="wp-block-paragraph">Die genaue Berechnung der Gebäudeheizlast ist unerlässlich, um die Heizungsanlage effizient auszulegen und Energiekosten zu senken. Dabei spielen unterschiedliche Methoden zur Berechnung sowie zahlreiche Einflussfaktoren eine Rolle. Zusätzlich müssen auch gesetzliche Vorgaben und Normen beachtet werden, die sicherstellen, dass die Heizungsanlage den aktuellen Standards in Sachen Energieeffizienz und Nachhaltigkeit entspricht. Eine sorgfältige Planung und Berücksichtigung aller Aspekte ermöglicht eine optimierte Heizlast, was nicht nur die Heizkosten senkt, sondern auch zu einer gleichmäßigen Wärmeverteilung und verbessertem Komfort im Gebäude führt. So wird das Heizsystem in der Lage sein, jederzeit eine angenehme Raumtemperatur aufrechtzuerhalten, und trägt darüber hinaus zur Werterhaltung und Energieeffizienz des Gebäudes bei.</p><div style="height:15px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div><p class="wp-block-paragraph"></p>The post <a href="https://www.heizungsbau.net/magazin/heizlastberechnung-20246902">Heizlastberechnung: Berechnung & Erklärung der Gebäudeheizlast nach DIN EN 12831</a> first appeared on <a href="https://www.heizungsbau.net/magazin">Heizungsbau.net</a>.]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		
		<link>https://www.heizungsbau.net/magazin/heiztechnik-loesungen-20246773</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[DigitaleSeiten Team]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 05 Aug 2024 09:56:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Alternative Heizsysteme]]></category>
		<category><![CDATA[Heizungstechnik]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.heizungsbau.net/magazin/?p=6773</guid>

					<description><![CDATA[<p>Wie wichtig es ist, richtig zu heizen, wurde spätestens seit den explodierten Energiepreisen der letzten Jahre den meisten klar. Doch auch der Klimawandel sollte zum Umdenken anregen. Korrektes Heizen ist ein erster Schritt, um diesen Schwierigkeiten vorzubeugen. Der zweite Schritt ist es, eine effiziente Lösung dafür zu finden. In diesem Artikel geben wir Ihnen Tipps [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p class="wp-block-paragraph">Wie wichtig es ist, richtig zu heizen, wurde spätestens seit den explodierten Energiepreisen der letzten Jahre den meisten klar. Doch auch der Klimawandel sollte zum Umdenken anregen. <strong>Korrektes Heizen ist ein erster Schritt</strong>, um diesen Schwierigkeiten vorzubeugen. Der zweite Schritt ist es, eine effiziente Lösung dafür zu finden. In diesem Artikel geben wir Ihnen Tipps und Einblicke in Lösungen für effizientes Heizen.  </p><div style="height:15px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div><h2 class="wp-block-heading">Innovative Heiztechnologien im Überblick </h2><p class="wp-block-paragraph">In der modernen Heiztechnik gibt es zahlreiche innovative Ansätze, die<strong> sowohl effizient als auch umweltfreundlich</strong> sind. Diese neuen Technologien tragen dazu bei, den Energieverbrauch zu senken und den CO<sub>2</sub>-Ausstoß zu reduzieren. Im Folgenden stellen wir einige dieser zukunftsweisenden Heiztechnologien vor. </p><h3 class="wp-block-heading">Infrarotheizung </h3><p class="wp-block-paragraph">Infrarotpaneele bieten eine ideale Möglichkeit, um <strong>mit geringem Aufwand und niedrigen Kosten mehr Wärme</strong> in die eigenen vier Wände zu bringen. Beim <a href="https://www.heatness.de/heizen-mit-infrarot/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Prinzip Infrarotheizung</a> werden die Paneele an die Wand oder die Decke montiert und ganz einfach an eine Steckdose angeschlossen.   </p><p class="wp-block-paragraph">Sie <strong>reagieren sehr schnell und heizen den Raum in kürzester Zeit</strong> angenehm auf. Wenn Sie Ihren Strom selbst mit einer PV-Anlage erzeugen, sind Infrarotheizungen zudem emissionsfrei und haben geringe Betriebskosten. Diese Technologie erwärmt nicht die Luft direkt, sondern Objekte und Personen, was zu einer gleichmäßigen Wärme führt. Die folgende Grafik veranschaulicht dieses Prinzip.  </p><figure class="wp-block-image size-full"><a href="https://magazin.digitaleseiten.de/wp-content/uploads/2024/08/Element-4-Infrarotheizung.png"><img decoding="async" width="703" height="517" src="https://magazin.digitaleseiten.de/wp-content/uploads/2024/08/Element-4-Infrarotheizung.png" alt="Schematische Darstellung einer Infrarotheizung mit gleichmäßiger Wärmeverteilung durch Strahlungswärme an Wänden, Decke und um eine Person herum." class="wp-image-6777" srcset="https://magazin.digitaleseiten.de/wp-content/uploads/2024/08/Element-4-Infrarotheizung.png 703w, https://magazin.digitaleseiten.de/wp-content/uploads/2024/08/Element-4-Infrarotheizung-300x221.png 300w" sizes="(max-width: 703px) 100vw, 703px"></a><figcaption class="wp-element-caption">Bei einer Infrarotheizung verteilt sich die Wärme gleichmäßig über den ganzen Raum. ©heatness.de  </figcaption></figure><h3 class="wp-block-heading">Wärmepumpe </h3><p class="wp-block-paragraph">Um Wärme zu erzeugen, nutzen diese Pumpen zu einem Teil Strom, den <strong>Hauptteil der Wärme gewinnen sie jedoch aus der Umgebung</strong>. Für eine gute Effizienz ist hier die Jahresarbeitszahl heranzuziehen. Sie beschreibt das Verhältnis zwischen benötigtem Strom und erzeugter Wärme. Wenn die Jahresarbeitszahl beispielsweise vier beträgt, bedeutet das, dass aus einem Teil Strom vier Teile Wärme erzeugt werden. Um ihre Leistung zu optimieren, ist es außerdem essenziell, die <a href="https://www.heizungsbau.net/magazin/waermepumpe-einstellen-20246717" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Wärmepumpe richtig einzustellen</a>. </p><p class="wp-block-paragraph">Es gibt verschiedene Arten von Wärmepumpen. Jede hat spezifische Vor- und Nachteile. Hier finden Sie einige Beispiele:  </p><ul class="wp-block-list">
<li><strong>Luft-Wasser-Wärmepumpen: </strong>Sie entziehen der Außenluft Wärme. Diese Wärme wird dann über Wasser in beispielsweise der Fußbodenheizung an den Raum und an die Warmwasserbereitung weitergegeben.   </li>
</ul><ul class="wp-block-list">
<li><strong>Luft-Luft-Wärmepumpen: </strong>Auch sie entziehen Wärme aus der Luft, diese gibt sie an den zu heizenden Raum ab. Diese Methode kennen Sie zum Beispiel von Klimaanlagen.  </li>
</ul><ul class="wp-block-list">
<li><strong>Erdwärmepumpen:</strong> Sie nutzen die im Erdreich gespeicherte Wärme. Da für die Errichtung solcher Anlagen 80 bis 100 Meter tief gebohrt werden muss, ist dafür ein ausreichend großes Grundstück vonnöten.  </li>
</ul><p class="wp-block-paragraph">Diese Technologien sind ideal für gut isolierte Gebäude und können sowohl <strong>zum Heizen, als auch zum Kühlen </strong>genutzt werden.  </p><h3 class="wp-block-heading">Brennstoffzellenheizung </h3><p class="wp-block-paragraph">Diese Heizungen <strong>erzeugen gleichzeitig Wärme und Strom</strong> durch eine chemische Reaktion zwischen Wasserstoff und Sauerstoff in einer Brennstoffzelle. Der Wasserstoff wird dabei aus Erdgas gewonnen.  </p><p class="wp-block-paragraph"><a href="https://www.heizungsbau.net/magazin/brennstoffzellenheizung-20215095" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Brennstoffzellenheizungen</a> sind <strong>besonders effizient und umweltfreundlich</strong>, da sie beinahe keine schädlichen Emissionen produzieren. Sie bieten eine konstante Energieversorgung und tragen erheblich zur Reduzierung von CO<sub>2</sub>-Emissionen bei.  </p><h3 class="wp-block-heading">Erneuerbare Energien </h3><p class="wp-block-paragraph">Bei der Reduzierung des CO<sub>2</sub>-Ausstoßes und der Schaffung eines nachhaltigen Heizsystems spielen erneuerbare Energien eine wichtige Rolle. Zwei der wichtigsten Technologien für den Heimgebrauch in diesem Bereich sind die <strong>Solarthermie und Photovoltaikanlagen.</strong> </p><h3 class="wp-block-heading">Solarthermie </h3><p class="wp-block-paragraph">Solarthermieanlagen nutzen die Sonnenenergie zur Erwärmung von Wasser, das in einem Speicher gesammelt und bei Bedarf <strong>zur Heizung oder Warmwasserbereitung </strong>verwendet wird. Diese Technologie ist besonders effektiv in Regionen mit hoher Sonneneinstrahlung und kann die Heizkosten erheblich reduzieren.  </p><h3 class="wp-block-heading">Photovoltaikanlagen </h3><p class="wp-block-paragraph">Auch Photovoltaikanlagen nutzen die Sonnenenergie. Sie wandeln das<strong> Sonnenlicht direkt in elektrischen Strom</strong> um. Dieser Strom kann dann für den Betrieb von Elektroheizungen oder Wärmepumpen verwendet werden.  </p><p class="wp-block-paragraph">Durch die Kombination von Photovoltaikanlagen und Energiespeichern kann eine<strong> nahezu autarke Energieversorgung </strong>erreicht werden, was sowohl die Betriebskosten als auch die CO<sub>2</sub>-Emissionen reduziert.  </p><div style="height:15px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div><h2 class="wp-block-heading">Energieeffiziente Gebäude </h2><p class="wp-block-paragraph">Bei der Reduzierung des Heizbedarfs spielt jedoch auch die <strong>Beschaffenheit des Gebäudes</strong> eine wichtige Rolle. Gut isolierte und optimal nach der Sonne ausgerichtete Gebäude benötigen weniger Energie, um eine angenehme Raumtemperatur zu halten.  </p><p class="wp-block-paragraph">Passivhäuser sind dabei besonders energieeffizient, da sie <strong>nahezu ohne konventionelle Heizsysteme</strong> auskommen. Das macht sie nicht nur zu besonders nachhaltigen Gebäuden, sondern sorgt auch für sehr niedrige Betriebskosten. Nachfolgend finden Sie einige Faktoren, die die Energieeffizienz von Häusern steigern:  </p><ul class="wp-block-list">
<li>hochwertige Wärmedämmung </li>
</ul><ul class="wp-block-list">
<li>geringe Fassadenoberfläche </li>
</ul><ul class="wp-block-list">
<li>luftdichte Bauweise </li>
</ul><ul class="wp-block-list">
<li>kontrollierte Wohnraumlüftung mit Wärmerückgewinnung </li>
</ul><ul class="wp-block-list">
<li>optimierte Fenster und Türen </li>
</ul><ul class="wp-block-list">
<li>Nutzung von erneuerbaren Energien </li>
</ul><ul class="wp-block-list">
<li>effiziente Heizsysteme </li>
</ul><ul class="wp-block-list">
<li>smarte Steuerungstechnik </li>
</ul><ul class="wp-block-list">
<li>maximale Nutzung der passiven solaren Gewinne </li>
</ul><ul class="wp-block-list">
<li>Nutzung der Abwärme von Geräten und Bewohnern </li>
</ul><div style="height:5px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div><hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"><div class="callout"><div class="head">Benötigen Sie Hilfe für Ihr Heizungsprojekt?</div><div class="body">Erhalten Sie Angebote von Fachbetrieben in Ihrer Nähe.</div><button type="button" class="get-the-angebote" data-et-type="CTA-Banner">Jetzt unverbindlich Anfrage stellen</button></div><hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"><div style="height:15px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div><h2 class="wp-block-heading">Smart-Home-Lösungen </h2><p class="wp-block-paragraph">Smart-Home-Technologien bieten zahlreiche Möglichkeiten, den Heizbetrieb effizienter und komfortabler zu gestalten. Durch den Einsatz vernetzter Systeme können <strong>Heizungen optimal gesteuert und überwacht </strong>werden. </p><p class="wp-block-paragraph">Moderne Heizsysteme lassen sich in das Smart-Home-Netzwerk integrieren und per Smartphone oder Tablet steuern. Dadurch können Sie <strong>automatisierte Heizzyklen erstellen und die Heizung auch von unterwegs</strong> regeln.  </p><p class="wp-block-paragraph">Große Systeme sind für die Nachrüstung häufig sehr teuer. Es gibt jedoch auch kleine Einzelgeräte, wie zum Beispiel smarte Thermostate, die sich <strong>ohne großen Aufwand und Kosten nachrüsten </strong>lassen.  </p><div style="height:15px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div><h2 class="wp-block-heading">So heizen Sie richtig </h2><p class="wp-block-paragraph">Wenn die Temperaturen sinken und die Tage kürzer werden, ist es an der Zeit, die Heizung ihre Arbeit leisten zu lassen. Damit sie dafür jedoch nicht unnötig schuften muss und sich diese Überstunden am Ende auf das Konto und das Klima auswirken, ist es wichtig, <strong>die Heizung durch verschiedene Methoden zu entlasten</strong>.  </p><p class="wp-block-paragraph">In der folgenden Grafik können Sie sehen, wie ein normaler Heizkörper funktioniert.  </p><figure class="wp-block-image size-full"><a href="https://magazin.digitaleseiten.de/wp-content/uploads/2024/08/Element-2-Konvektionsheizung.png"><img loading="lazy" decoding="async" width="714" height="522" src="https://magazin.digitaleseiten.de/wp-content/uploads/2024/08/Element-2-Konvektionsheizung.png" alt="Illustration einer Konvektionsheizung mit Wärmeströmung im Raum, Temperaturverteilung von 24 Grad unter der Decke bis 16 Grad am Boden sichtbar gemacht." class="wp-image-6779" srcset="https://magazin.digitaleseiten.de/wp-content/uploads/2024/08/Element-2-Konvektionsheizung.png 714w, https://magazin.digitaleseiten.de/wp-content/uploads/2024/08/Element-2-Konvektionsheizung-300x219.png 300w" sizes="auto, (max-width: 714px) 100vw, 714px"></a><figcaption class="wp-element-caption">Das Prinzip der Konvektion – anschaulich erklärt. ©heatness.de </figcaption></figure><p class="wp-block-paragraph">Hier finden Sie einige Tipps, wie Sie Ihre Wohnung mit weniger Energie wärmen können:  </p><h3 class="wp-block-heading">Lüften Sie – aber richtig </h3><p class="wp-block-paragraph">Fenster kippen ist im Winter verboten. Öffnen Sie diese <strong>mindestens zweimal täglich ganz für ca. fünf Minuten</strong>. Nur so wird die Luft optimal ausgetauscht, mit geringem Wärmeverlust. Gleichzeitig verhindern Sie auf diese Weise Schimmelbildung. </p><h3 class="wp-block-heading">Schließen Sie alles </h3><p class="wp-block-paragraph">Vor allem nachts ist es sinnvoll, nicht nur die Fenster, sondern auch alle <strong>Fensterläden, Rollos und Vorhänge zu schließen</strong>. Die meiste Wärme geht durch undichte Fenster verloren. Daher können weitere Luftbarrieren den Wärmeerhalt unterstützen.  </p><h3 class="wp-block-heading">Differenzieren Sie </h3><p class="wp-block-paragraph">Heizen Sie nicht in allen Räumen gleich. Im Wohnzimmer dürfen es ca. 20 Grad sein, während im Bad zwei Grad mehr angenehm sind. Im Schlafzimmer reichen 17 bis 18 Grad, oftmals dürfen es sogar noch weniger sein. Jeder <a href="https://www.oekotest.de/freizeit-technik/1-Grad-weniger-heizen-Wie-viel-Euro-lassen-sich-damit-sparen_13132_1.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Grad, den Sie weniger heizen</a>,<strong> spart sechs Prozent der Energie</strong>.  </p><h3 class="wp-block-heading">Heizkörper prüfen </h3><p class="wp-block-paragraph">Eventuelle Luft im Heizkörper muss entfernt werden, damit sich das warme Wasser gut verteilen kann. Verdecken Sie Ihre <strong>Heizkörper nicht mit Möbeln oder ähnlichem</strong>. So kann sich die Wärme in mehrere Richtungen verteilen und die Geräte heizen effektiver. Gegebenenfalls sollten Sie auch überlegen, ob Sie die Wand hinter den Heizkörpern zusätzlich dämmen sollten.  </p><h3 class="wp-block-heading">Ziehen Sie sich an </h3><p class="wp-block-paragraph">Eine Wohnung sollte im Winter nicht so warm sein, dass Sie im T-Shirt herumlaufen möchten. Ziehen Sie <strong>warme Socken und einen Pullover</strong> an. Das hilft nicht nur Ihrem Geldbeutel und dem Klima, sondern kann Sie auch vor Erkältungen schützen</p><h3 class="wp-block-heading">Modernisieren Sie </h3><p class="wp-block-paragraph">Smart-Home-Technologien lassen sich auch nachrüsten. <strong>Intelligente Thermostate </strong>zum Beispiel sind hilfreich, da sie am Abend die Temperatur automatisch absenken und die Temperaturregelung allgemein automatisieren können. </p><p class="wp-block-paragraph">Zudem ist es häufig eine Überlegung wert, <strong>veraltete, ineffiziente und teure Heizungen auszutauschen</strong>. Eine neue Heizung kann in vielen Fällen für mehr Komfort sorgen, die Umwelt schonen und Kosten senken. Welche die Richtige ist, hängt von Ihren Anforderungen und den Gegebenheiten ab.  </p><div style="height:15px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div><h2 class="wp-block-heading">Die Heiztechnik von morgen – schon heute </h2><p class="wp-block-paragraph">Die Heiztechnik entwickelt sich stetig weiter, um den Anforderungen an Energieeffizienz und Nachhaltigkeit gerecht zu bleiben. In der Zukunft werden dabei <strong>erneuerbare Energien und smarte Technologien eine immer größere Rolle</strong> spielen. Durch weitere innovative Technologien wie Infrarotheizungen, Wärmepumpen und Brennstoffzellenheizungen können wir unseren Energieverbrauch optimieren und die Umwelt schonen. Es liegt an uns, diese Möglichkeiten zu nutzen und unsere Heizgewohnheiten anzupassen.  </p>The post <a href="https://www.heizungsbau.net/magazin/heiztechnik-loesungen-20246773">Die Zukunft der Heiztechnik: Lösungen für effizientes Heizen </a> first appeared on <a href="https://www.heizungsbau.net/magazin">Heizungsbau.net</a>.]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		
		<link>https://www.heizungsbau.net/magazin/gasstroemungswaechter-20204201</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Judith Müller]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 07 Feb 2020 09:18:54 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Heizungstechnik]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.heizungsbau.net/magazin/?p=4201</guid>

					<description><![CDATA[<p>Wenn Sie zu Hause eine Gasheizung betreiben, haben Sie sich bestimmt schon einmal gefragt, was passiert, wenn Gas austritt. Auf jeden Fall macht sich für einen Moment ein beklemmendes Gefühl breit. Nicht einmal, weil eine Vergiftung droht, denn Erdgas ist für uns nicht giftig, sondern vielmehr weil das geruchlose Gas brennbar ist. Ein Funke genügt [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p class="wp-block-paragraph">Wenn Sie zu Hause eine Gasheizung betreiben, haben Sie sich bestimmt schon einmal gefragt, was passiert, wenn Gas austritt. Auf jeden Fall macht sich für einen Moment ein beklemmendes Gefühl breit. Nicht einmal, weil eine Vergiftung droht, denn Erdgas ist für uns nicht giftig, sondern vielmehr weil das geruchlose Gas brennbar ist. Ein Funke genügt und es könnte zu einer Explosion kommen. Ein Gasströmungswächter schützt Sie genau vor diesem Szenario.</p><div class="articleTableOfContent">
<div style="text-align: center;"><strong>Inhaltsverzeichnis</strong></div>
<ol class="articleTableOfContentList">
    <li><a href="#definition-und-funktion">Definition und Funktion</a></li>
    <li><a href="#arten-und-einbau">Arten und Einbau</a></li>
    <li><a href="#kosten-und-hersteller">Kosten und Hersteller</a></li>
    <li><a href="#fazit">Fazit</a></li>
</ol>
</div><h2 class="wp-block-heading">Alles auf einen Blick:</h2><ul class="wp-block-list">
<li>Ein Gasströmungswächter befindet sich in Ihrer Gasleitung und sperrt bei einem ungeplanten Gasaustritt die Gaszufuhr ab. </li>



<li>Ein GS benötigt für seine Funktion keine Energie. Er reagiert allein auf die Druckverhältnisse in den Leitungen. </li>



<li>Das ist aus dem Grund wichtig, da Erdgas brennbar und somit explosiv ist. </li>



<li>In Neubauten und bei einer Erneuerung der Gasinstallation ist der Einbau verpflichtend. Eine Nachrüstpflicht an alten Anlagen besteht jedoch nicht. </li>



<li>Die Montage sollte nur ein Fachmann, beispielsweise ein Heizungsbauer, durchführen. </li>



<li>Preislich liegen Strömungswächter meist zwischen 25 und 40 Euro.</li>
</ul><h2 class="wp-block-heading" id="definition-und-funktion">Definition und Funktion</h2><p class="wp-block-paragraph">Ein Gasströmungswächter gehört zu den sicherheitsrelevanten Bauteilen an einer Gasinstallation. Seine Montage ist heutzutage bei Neubauten und bei einer Erneuerung der Heizungsanlage verpflichtend. </p><h3 class="wp-block-heading">Was ist ein Gasströmungswächter?</h3><p class="wp-block-paragraph">Wie der Name andeutet, bewacht ein Gasströmungswächter (kurz: GS) den Gasstrom. Gemeint ist damit die <strong>Menge</strong> des <strong>Erdgases</strong>, die durch den GS in die Gasleitungen eines Gebäudes strömt. Ist diese Menge <strong>höher als vorgesehen</strong>, <strong>sperrt</strong> der <strong>Strömungswächter</strong> die <strong>Gaszufuhr </strong>ab. Denn dazu kommt es in der Regel nur, wenn die Gasleitung im Haus irgendwo beschädigt ist oder manipuliert wurde und Erdgas austritt. Es ist zwar nicht giftig, aber entzündbar und damit explosiv. </p><p class="wp-block-paragraph">Ein solches Steuerventil gehört zu den sicherheitsrelevanten Bauteilen bei gasführenden Anlagen. </p><div class="articleNoticeableHint">
<div class="articleNoticeableHintHead">Wissenswertes:</div>
<div class="articleNoticeableHintBody" style="text-align: left;">Erdgas selbst ist geruchlos. Damit Verbraucher einen Gasaustritt trotzdem schnell bemerken, wird dem Erdgas vom Gasversorger ein spezieller, sehr unangenehmer Duftstoff beigemischt. Oft riecht es faulig oder stinkt nach Schwefel.</div>
<div></div>
</div><h3 class="wp-block-heading">Ist der Einbau verpflichtend?</h3><p class="wp-block-paragraph">Laut den <a href="https://www.dvgw.de/themen/gas/installation-und-anwendung/hausinstallation-und-trgi" title="Technischen Regeln für Gasinstallationen (TRGI)">Technischen Regeln für Gasinstallationen (TRGI)</a>, DVGW-Arbeitsblatt G 600, sind Gasströmungswächter offiziell seit 2004 als aktive Sicherheitsmaßnahme vorgeschrieben. Dabei sind folgenden Bedingungen zu beachten: </p><ul class="wp-block-list">
<li>Gewerblich genutzte Immobilien sind von der Verpflichtung ausgenommen. </li>



<li>Die jeweilige Gasanlage und die Gasleitungen werden in bewohnten Immobilien neu errichtet oder grundlegend erneuert. </li>
</ul><p class="wp-block-paragraph">Wichtig für bestehende Anlagen: Gemäß der TRGI gibt es keine <strong>generelle Nachrüstpflicht</strong>. Nur wenn wesentliche Veränderungen an der Gasinstallation vorgenommen werden, ist die Montage vorgeschrieben.</p><h3 class="wp-block-heading">Wann liegt eine wesentliche Veränderung vor?</h3><p class="wp-block-paragraph">Eine Anpassung gilt beispielsweise in folgenden Fällen als bedeutend:</p><ul class="wp-block-list">
<li>Erweiterung oder Austausch von Gasleitungen</li>



<li>Änderung der Leitungsnennweite</li>



<li>Umstellung des Gasdrucks</li>
</ul><p class="wp-block-paragraph">Ob eine Veränderung im konkreten Fall tatsächlich als wesentlich gilt, entscheidet jedoch der Profi. Maßgeblich ist stets, dass die Gasanlage dem aktuellen Stand der Technik entspricht.</p><hr class="wp-block-separator has-css-opacity"><button class="get-the-angebote">Jetzt Gasströmungswächter einbauen lassen!</button><hr class="wp-block-separator has-css-opacity"><h3 class="wp-block-heading">Wie funktioniert ein Gasströmungswächter?</h3><p class="wp-block-paragraph">Der Gasströmungswächter ist ein <strong>Ventil</strong> innerhalb der Gasleitung, das sich selbsttätig mithilfe einer Feder öffnet und schließt. Es benötigt für seinen Betrieb keinen Strom, sondern reagiert ausschließlich auf die in den <strong>Leitungen</strong> herrschenden <strong>Druckverhältnisse</strong>. </p><p class="wp-block-paragraph">Bei normalem Betrieb ist das Druckverhältnis zwischen den beiden Leitungsstellen vor und hinter dem Ventil ausgeglichen. Das bedeutet, der Druck in der Gasleitung vor dem Strömungswächter und der Druck dahinter sind gleichgroß. Die durch das Ventil strömende Gasmenge entspricht dem vorgesehenen und gewünschten Volumenstrom, auch <strong>Nennvolumenstrom</strong> genannt. </p><p class="wp-block-paragraph">Kommt es irgendwo hinter dem Ventil zu einem nicht planmäßigen Gasaustritt, <strong>fällt</strong> der <strong>Druck in</strong> der <strong>Leitung ab</strong>. Das Druckverhältnis zwischen den Leitungsstellen ist nicht mehr ausgeglichen: Der Leitungsdruck vor dem Ventil ist höher als dahinter. Dadurch verändert sich der Volumenstrom. Es strömt nun mehr Erdgas in die Hausleitung, durch den Unterdruck wird es sogar regelrecht hinein gesaugt. </p><p class="wp-block-paragraph">An diesem Punkt kommt der GS ins Spiel. Sobald der Nennvolumenstrom um einen bestimmten Faktor überschritten wird, also den <strong>Schließvolumenstrom</strong> erreicht, schließt sich das Gasströmungsventil. Dann ist die Gaszufuhr gesperrt. </p><p class="wp-block-paragraph">Alte GS müssen, sobald der Gasaustritt behoben ist, langsam von Hand geöffnet werden. Moderne Ventile haben eine sogenannte <strong>Überstromöffnung</strong>. Dadurch strömt selbst im geschlossenen Zustand eine sehr kleine Menge Gas durch das Ventil. Das hat gleich zwei Vorteile:</p><ol class="wp-block-list">
<li>Sobald der Gasaustritt beseitigt und ein potentielles Leck geschlossen wurde, baut sich von selbst wieder der passende Druck auf. Der GS öffnet sich von selbst, sobald wieder ein ausgeglichenes Druckverhältnis herrscht. </li>



<li>Es findet kein abrupter, sondern ein allmählicher und sanfter Druckausgleich statt. </li>
</ol><p class="wp-block-paragraph"></p><div class="articleNoticeableHint">
<div class="articleNoticeableHintHead">TIPP:</div>
<div class="articleNoticeableHintBody" style="text-align: left;">Ein Gasströmungswächter schützt übrigens nicht nur vor unkontrolliertem Gasaustritt, sondern auch vor bewusster Manipulation wie Gasdiebstahl. Zapft jemand beispielsweise Ihre Gasleitung an, ist der Gasverbrauch höher als die Gasmenge, die in die Leitung strömt. Der Druck fällt dann ebenfalls ab und der GS schließt sein Ventil.</div>
<div></div>
</div><div style="height:15px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div><hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"><div class="callout"><div class="head">Benötigen Sie Hilfe für Ihr Heizungsprojekt?</div><div class="body">Erhalten Sie Angebote von Fachbetrieben in Ihrer Nähe.</div><button type="button" class="get-the-angebote" data-et-type="CTA-Banner">Jetzt unverbindlich Anfrage stellen</button></div><hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"><div style="height:15px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div><h2 class="wp-block-heading" id="arten-und-einbau">Arten und Einbau</h2><p class="wp-block-paragraph">Es gibt grundsätzlich zwei Typen von Gasströmungswächtern. Welcher davon für Sie infrage kommt, hängt von den Gegebenheiten vor Ort und dem Gasverbrauch ab.</p><h3 class="wp-block-heading">Welche Arten von Strömungswächtern gibt es?</h3><p class="wp-block-paragraph">Es gibt bei Gasströmungswächtern derzeit zwei Typen: GS-K und GS-M.</p><table class="article-table">
<thead>
 <tr>
   <th></th>
   <th>Typ K</th>
   <th>Typ M</th>
 </tr>
</thead>
<tbody>
 <tr>
   <td><p span style="font-weight:bold">Material der Gasrohre</p></td>
   <td><p>Metall + Kunststoff</p></td>
   <td><p>Metall</p></td>
 </tr>
 <tr>
   <td><p span style="font-weight:bold">Einbaulage</p></td>
   <td><p>senkrecht + waagrecht</p></td>
   <td><p>senkrecht</p></td>
 </tr>
 <tr>
   <td><p span style="font-weight:bold">Schließfaktor</p></td>
   <td><p>1,45</p></td>
   <td><p>1,8</p></td>
 </tr>
 <tr>
   <td><p span style="font-weight:bold">Verfügbare Größen (in m³/h]</p></td>
   <td><p>1,6 | 2,5 | 4,0 | 6,0 | 10 | 16</p></td>
   <td><p>2,5 | 4,0 | 6,0 | 10 | 16</p></td>
 </tr>
</tbody>
</table><p class="wp-block-paragraph"></p><p class="wp-block-paragraph">Der Schließfaktor oder auch Verschlussfaktor sagt aus, bei welchem Wert des Volumenstroms die Gaszufuhr unterbrochen wird. <strong>Je niedriger</strong> der <strong>Schließfaktor</strong>, <strong>desto früher schließt</strong> sich das <strong>Ventil</strong>. Ein Schließfaktor von 1,45 bedeutet, dass der Strömungswächter die Zufuhr sperrt, sobald der tatsächliche Volumenstrom 45 Prozent über dem Nennvolumenstrom liegt. Bei dem Faktor 1,8 ist das erst bei 80 Prozent der Fall. </p><p class="wp-block-paragraph">Die Größe des Strömungswächters richtet sich danach, welche <strong>Gasmenge</strong> im Normalfall, also welcher Nennvolumenstrom, das Ventil passieren soll. Dieser <strong>Volumenstrom</strong> wird in Kubikmeter pro Stunde (m³/h) gemessen. Welche Gasmenge notwendig ist, hängt davon ab, wie viele Verbrauchsstellen hinter dem Strömungswächter versorgt werden sollen. Die Bemessung der passenden Größe wird auch Dimensionierung genannt.</p><h3 class="wp-block-heading">Welchen Gasströmungswächter brauchen Sie?</h3><p class="wp-block-paragraph">Das Material der Gasrohre und die Einbaulage grenzen die Auswahl schon einmal von vornherein ein. Bezüglich des Schließfaktors gibt es keine Auswahlmöglichkeiten – dieser ist vom Hersteller festgelegt. Was Sie letztlich noch bei der Kaufentscheidung beachten müssen, ist die <strong>notwendige Größe</strong>. </p><p class="wp-block-paragraph">Dafür stellt die Deutsche Vereinigung des Gas- und Wasserfaches e.V. (DVGW) spezielle <strong>Tabellen</strong> bereit, an denen Sie sich orientieren sollten. Diese finden Sie im Regelwerk der Technischen Regeln für Gasinstallationen (DVGW-TRGI). Mit der aktuellsten Version wurde die Dimensionierung vereinfacht, sodass Sie die passende Größe in der jeweiligen Tabelle ablesen können. </p><p class="wp-block-paragraph">Das Regelwerk ist bei der DVGW  nur kostenpflichtig einzusehen. Wenn Sie sich bei der Auswahl der richtigen Größe nicht sicher sind, ist es sinnvoll, sich <strong>von einem Heizungsbauer</strong> <strong>beraten</strong> zu lassen. Er kennt sowohl das Regelwerk, kann die Tabellen einsehen, die Situation vor Ort richtig einschätzen und auch die Installation übernehmen. </p><figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://magazin.digitaleseiten.de/wp-content/uploads/2020/02/Schnitt_Gasstroemungswaechter_V0_Druck_klein.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="1000" height="667" src="https://magazin.digitaleseiten.de/wp-content/uploads/2020/02/Schnitt_Gasstroemungswaechter_V0_Druck_klein.jpg" alt="Gasströmungswächter der Firma Viega" class="wp-image-4221" srcset="https://magazin.digitaleseiten.de/wp-content/uploads/2020/02/Schnitt_Gasstroemungswaechter_V0_Druck_klein.jpg 1000w, https://magazin.digitaleseiten.de/wp-content/uploads/2020/02/Schnitt_Gasstroemungswaechter_V0_Druck_klein-300x200.jpg 300w, https://magazin.digitaleseiten.de/wp-content/uploads/2020/02/Schnitt_Gasstroemungswaechter_V0_Druck_klein-768x512.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px"></a><figcaption class="wp-element-caption">© Viega</figcaption></figure><h3 class="wp-block-heading">Wo wird ein Strömungswächter eingebaut?</h3><p class="wp-block-paragraph">Ein GS wird am Hausanschluss <strong>nach dem Gasdruckregler</strong> und vor dem Gaszähler montiert. Teilt sich die Gasleitung auf, muss hinter jeder Verzweigung an den Anfang der einzelnen Leitungsabschnitte jeweils ein zusätzlicher GS eingebaut werden. Das gilt insbesondere für <strong>Häuser mit mehreren Wohnungen</strong>. Hier ist ein Gasströmungswächter am Übergang zu jeder Wohneinheit und vor dem jeweiligen Gaszähler notwendig. </p><div class="articleNoticeableHint">
<div class="articleNoticeableHintHead">TIPP:</div>
<div class="articleNoticeableHintBody" style="text-align: left;">Die zuverlässige Funktion eines GS ist nur dann gewährleistet, wenn er auf angeschlossene Verbrauchsstellen abgestimmt ist. Er muss daher immer gesondert und für den Einzelfall ausgelegt werden.</div>
<div></div>
</div><h3 class="wp-block-heading">Wer darf einen Strömungswächters einbauen?</h3><p class="wp-block-paragraph">Gasströmungswächter dürfen <strong>nur von Fachleuten</strong>, beispielsweise Heizungsbauern, eingebaut werden. Zum einen sind sie sicherheitsrelevante Bauteile, zum anderen sind sie bei <strong>fehlerhafter Montage wirkungslos</strong>. Ein Fehler liegt bereits vor, wenn die falsche Ventilgröße gekauft wurde. Selbst wenn die Installation an sich korrekt durchgeführt wurde, ist die zuverlässige Sperrung der Gaszufuhr im Problemfall nicht gewährleistet.</p><hr class="wp-block-separator has-css-opacity"><button class="get-the-angebote">Jetzt Gasströmungswächter einbauen lassen!</button><hr class="wp-block-separator has-css-opacity"><h2 class="wp-block-heading" id="kosten-und-hersteller">Kosten und Hersteller</h2><p class="wp-block-paragraph">Gasströmungswächter sind nicht besonders teuer. Preisunterschiede ergeben sich vor allem durch die Größe und die Herstellermarke. </p><h3 class="wp-block-heading">Worauf sollten Sie beim Kauf achten?</h3><p class="wp-block-paragraph">Beim Kauf eines GS sollten Sie auf folgende Dinge achten:</p><ul class="wp-block-list">
<li>Der GS hat eine DVGW-Zulassung. </li>



<li>Die Flussrichtung ist, meist mit einem Pfeil, auf dem Ventil angegeben. </li>



<li>Die Bauart (Typ K oder Typ M) passt zum Material der Gasleitung.</li>



<li>Die Größe des Strömungswächters und damit der Nennvolumenstrom sind auf die Verbraucher abgestimmt. </li>
</ul><h3 class="wp-block-heading">Wie viel kostet ein Gasströmungswächter?</h3><p class="wp-block-paragraph">Die meisten Gasströmungswächter liegen preislich <strong>zwischen 25 und 40 Euro</strong>. Es gibt vereinzelt auch Angebote, die darunter liegen. Sie finden aber auch deutlich teurere Bauteile für bis zu 150 Euro. </p><h3 class="wp-block-heading">Welche Hersteller gibt es?</h3><ul class="wp-block-list">
<li>Buderus</li>



<li>Oventrop</li>



<li>Schell</li>



<li>Seppelfricke</li>



<li>Teco</li>



<li>Viega </li>
</ul><h2 class="wp-block-heading" id="fazit">Fazit</h2><p class="wp-block-paragraph">Ein Gasströmungswächter ist ein Bauteil in Ihrer Gasanlage, das Sie vor unkontrolliertem und unbemerktem Gasaustritt im Haus schützt. Ist es an Ihrer Gasleitung beispielsweise zu einem Leck gekommen und tritt dort Erdgas aus, reagiert der GS auf den Druckabfall und sperrt die Zufuhr des Gases. Das ist sehr wichtig, weil Erdgas entzündlich ist und daher Explosionsgefahr besteht. </p><p class="wp-block-paragraph">Die Montage dieses Sicherheitsventils ist mittlerweile in Wohngebäuden verpflichtend. Sie müssen es zwar nicht an Ihrer alten Gasinstallation nachrüsten. Sobald Sie diese aber erneuern, kommen Sie um den Einbau nicht herum. Beim Kauf sollten Sie auf eine DVGW-Zulassung und die passende Größe achten. Letztere richtet sich nach dem Nennvolumenstrom und kann in den Tabellen des DVGW-Regelwerks nachgelesen werden.</p>The post <a href="https://www.heizungsbau.net/magazin/gasstroemungswaechter-20204201">Gasströmungswächter: Funktion, Arten und Kosten</a> first appeared on <a href="https://www.heizungsbau.net/magazin">Heizungsbau.net</a>.]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		
		<link>https://www.heizungsbau.net/magazin/was-ist-eine-umwaelzpumpe-20194112</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Margarethe Lohneis]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 29 Nov 2019 13:35:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Heizungstechnik]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Es ist kalt draußen und Ihre Wohnräume sollen kuschelig warm sein? Was liegt da näher, als einfach die Heizung aufzudrehen? Wenn diese funktionstüchtig ist, wird der Heizkörper in der Regel schnell warm. Neben den großen Bestandteilen einer Heizung wie Heizkessel oder Heizrohren gibt es ein unscheinbares kleines Gerät, ohne das der gesamte Heizkreislauf nicht funktionieren [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p class="wp-block-paragraph">Es ist kalt draußen und Ihre Wohnräume sollen kuschelig warm sein? Was liegt da näher, als einfach die Heizung aufzudrehen? Wenn diese funktionstüchtig ist, wird der Heizkörper in der Regel schnell warm. Neben den großen Bestandteilen einer Heizung wie Heizkessel oder Heizrohren gibt es ein unscheinbares kleines Gerät, ohne das der gesamte Heizkreislauf nicht funktionieren würde: die Umwälzpumpe. Welche Funktion diese Pumpe hat, wie Sie sie am besten einstellen und was so ein Teil kostet, erfahren Sie im Folgenden.</p><div class="articleTableOfContent">
<div style="text-align: center;"><strong>Inhaltsverzeichnis</strong></div>
<ol class="articleTableOfContentList">
    <li><a href="#allgemeines-zur-umwaelzpumpe">Allgemeines zur Umwälzpumpe</a></li>
    <li><a href="#aufbau-und-funktionsweise">Aufbau und Funktionsweise</a></li>
    <li><a href="#hinweise-zur-bedienung">Hinweise zur Bedienung</a></li>
    <li><a href="#kosten">Kosten</a></li>
   <li><a href="#fazit">Fazit</a></li>
</ol>
</div><div style="height:15px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div><style>
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</div><div style="height:15px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div><h2 class="wp-block-heading">Alles auf einen Blick:</h2><ul class="wp-block-list">
<li>Eine Umwälzpumpe ist dafür zuständig, dass das Heizungswasser zwischen dem Heizkessel und den Heizkörpern zirkuliert. </li>



<li>Sie ist strombetrieben und sitzt direkt am Heizkessel. </li>



<li>Ohne die Umwälzpumpe und den Heizwasserkreislauf kann eine Heizung nicht funktionieren. </li>



<li>Es gibt einstufig, mehrstufig und elektronisch geregelte Umwälzpumpen sowie Hocheffizienzpumpen. </li>



<li>Moderne Geräte laufen nur bei Bedarf, während alte Modelle dauerhaft laufen. </li>



<li>Der Einbau von modernen Pumpgeräten liegt kostentechnisch zwischen 300 und 500 Euro.</li>
</ul><h2 class="wp-block-heading" id="allgemeines-zur-umwaelzpumpe">Allgemeines zur Umwälzpumpe </h2><p class="wp-block-paragraph">Die Umwälzpumpe ist das Herzstück einer Heizungsanlage. In direkter Nähe zum Heizkessel sorgt sie dafür, dass Ihre Heizkörper mit warmem Wasser versorgt werden. </p><h3 class="wp-block-heading">Was ist eine Umwälzpumpe und was macht sie? </h3><p class="wp-block-paragraph">Die Umwälzpumpe ist ein kleines Gerät, das eine große Wirkung für den Heizkreislauf hat. Sie ist quasi der Motor der Heizung. Denn sie pumpt das heiße Wasser vom Heizkessel zu den Heizkörpern, die dann Ihren Raum angenehm erwärmen. Doch das ist noch nicht alles. Schließlich ist ein Heizsystem ein Kreislauf. Wenn das Wasser abgekühlt ist, muss es wieder zurück in den Heizkessel, damit es dieser wieder erhitzen kann. Dafür ist ebenfalls die kleine Pumpe zuständig. </p><p class="wp-block-paragraph">Sie wälzt also laufend das Heizungswasser um: <strong>vom Heizkessel zu den Heizkörpern und umgekehrt</strong>. Damit sichert sie automatisch, dass Ihre Heizung funktioniert. Sie heißt auch Heizungspumpe. </p><h3 class="wp-block-heading">Wo sitzt die Umwälzpumpe? </h3><p class="wp-block-paragraph">Generell muss die Heizungspumpe zwischen Wärmequelle und den zu heizenden Räumen sitzen. In der Regel ist sie deshalb <strong>in direkter Nähe zum Heizkessel</strong> montiert. Die Heizungspumpe hängt jedoch nicht einfach frei in der Luft, sondern ist integriert in das Rohrsystem. Selbst besitzt sie zwei Rohranschlüsse: einen für das Heizkessel-Rohr und einen für das Heizungsrohr, das das Wasser dann zu den Heizkörpern bringt. Die Pumpe ist ein <strong>Verbindungsstück</strong> zwischen diesen beiden Rohrleitungen. Wichtig ist jedoch, dass zwischen dem Pumpgerät und den beidseitigen Rohranschlüssen jeweils ein <strong>Absperrventil</strong> sitzt, das im Schadensfall den Kreislauf stoppen kann. </p><div style="height:15px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div><hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"><div class="callout"><div class="head">Benötigen Sie Hilfe für Ihr Heizungsprojekt?</div><div class="body">Erhalten Sie Angebote von Fachbetrieben in Ihrer Nähe.</div><button type="button" class="get-the-angebote" data-et-type="CTA-Banner">Jetzt unverbindlich Anfrage stellen</button></div><hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"><div style="height:15px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div><h2 class="wp-block-heading" id="aufbau-und-funktionsweise">Aufbau und Funktionsweise </h2><p class="wp-block-paragraph">Um das Heizungswasser gut durch die Rohre pumpen zu können, muss eine Heizungspumpe einen bestimmten Aufbau haben. Es gibt verschiedene Modelle, die unterschiedlich arbeiten. </p><h3 class="wp-block-heading">Wie ist eine Umwälzpumpe aufgebaut? </h3><p class="wp-block-paragraph">Heizungspumpen gibt es in zwei unterschiedlichen Bauweisen: Nassläuferpumpen und Trockenläuferpumpen. </p><ul class="wp-block-list">
<li><strong>Nassläuferpumpe:</strong> Der Motor liegt im Pumpkreislauf. Das heißt, das Heizungswasser läuft direkt über den Motor und wird dadurch bewegt. </li>



<li><strong>Trockenläuferpumpe:</strong> Der Motor, der das Heizwasser zum Zirkulieren bringt, liegt außerhalb des Wasserkreislaufs. </li>
</ul><p class="wp-block-paragraph">Besonders wegen ihrer geringen Lauflautstärke und ihrer wartungsarmen Konstruktion ist die Nassläuferpumpe vor allem im Privatbereich wesentlich populärer. Trockenläuferpumpen eignen sich eher für sehr große Fördermengen. Deshalb wird der Aufbau der Pumpe anhand der gängigen Nassläuferpumpe erklärt. </p><p class="wp-block-paragraph">Diese besitzt: </p><ol class="wp-block-list">
<li>Geschlossenes Gehäuse </li>



<li>Elektromotor</li>



<li>Rotor </li>



<li>Antriebsspule </li>



<li>Rohrhülsen</li>
</ol><p class="wp-block-paragraph">Das Wasser strömt in die Heizungspumpe, wird durch <strong>Antriebsspule, Rotor und Motor</strong> <strong>beschleunigt</strong> und über die Rohrhülsen wieder herausgepumpt. Wie ein Mini-Mühlrad schubst sie das Durchlaufwasser an. Eine Umwälzpumpe funktioniert nur mit Strom. Sie verfügt also neben ihrer innenliegenden Bestandteile auch über einen Stromanschluss.  </p><h3 class="wp-block-heading">Wie funktioniert sie? </h3><p class="wp-block-paragraph">Die Heizungspumpe stellt sicher, dass das heiße Wasser aus dem Heizkessel möglichst schnell zu den Heizkörpern kommt. Dafür löst sie einen permanenten Heizwasserkreislauf aus, der nur dann zum Stehen kommt, wenn die Pumpe stoppt. Ohne diese <strong>ständige Zirkulation</strong> funktioniert eine Heizung nicht. Deshalb ist eine Heizungspumpe dringend nötig, damit Sie Ihre Räume heizen können. Fehlt die Heizungspumpe, bewegt sich kein Wasser, außer es gibt ein starkes Gefälle zwischen Heizkessel und -körpern, dann erledigt die Schwerkraft diesen Job. Da dies jedoch so gut wie nie vorkommt, bleibt die Umwälzpumpe unersetzlich. </p><p class="wp-block-paragraph">Mit hohen Drehzahlen pumpt sie das Warmwasser durch die Rohrleitung. Dabei aktiviert sie nur die Wassermenge, die tatsächlich notwendig ist, um die die gewünschte Temperatur am Heizkörper zu erreichen. Zu wenig Durchlaufwasser erwärmt die Heizkörper nicht. Eine zu große Menge kann er nicht verarbeiten und die überschüssigen Liter Warmwasser bleiben ungenutzt. Die Pumpe stellt also die <strong>Energieeffizienz</strong> der Heizung sicher. </p><p class="wp-block-paragraph">Um ihre Leistung dem Bedarf anzupassen, muss die Heizungspumpe den <strong>Differenzdruck</strong> zwischen dem Saugbereich und dem Druckbereich ermitteln. </p><h3 class="wp-block-heading">Wann laufen Umwälzpumpen?</h3><p class="wp-block-paragraph"> Es gibt generell zwei unterschiedliche Varianten, die sich hinsichtlich der Laufleistung unterscheiden: alte, energiefressende Geräte und neue, energieeffiziente Teile. Während die alten Dinger tagein und tagaus, Sommer wie Winter mit der gleichen Leistung laufen, wenn Sie sie nicht davon abhalten, passen sich moderne Heizungspumpen Ihrem individuellen Energie- und Wärmebedarf an. </p><ul class="wp-block-list">
<li><strong>Einstufig geregelte Umwälzpumpen:</strong> Bei alten Pumpen müssen Sie die Pumpleistung händisch selbst einstellen. Uralte, mittlerweile gar nicht mehr angebotene Pumpen bieten aber nicht einmal diese Möglichkeit. Sie haben lediglich eine einzige Stufe. Selbst wenn die Heizung aus bleibt und der Heizkessel nicht arbeitet, pumpt die Pumpe munter weiter Kaltwasser durch den Heizkreislauf, in der Hoffnung bald wieder warmes Wasser bewegen zu dürfen. Eine einstufig geregelte Heizungspumpe arbeitet folglich durchgehend mit derselben Pumpleistung. Es liegt auf der Hand, dass das die reinste Energieverschwendung ist. </li>



<li><strong>Mehrstufig geregelte Umwälzpumpen</strong> sind da zwar schon besser, müssen aber jedes Mal, wenn sich die Pumpleistung ändern soll, manuell umgestellt werden. Das kann auf Dauer nervig werden. Ist die Pumpe einmal auf einen Wert eingestellt, läuft sie so lange mit dieser Leistung, bis Sie einen neuen Wert einstellen. In der Regel hat eine solche Heizungspumpe drei Leistungsstufen zwischen circa 30 und 80 Watt. Häufig wissen Verbraucher gar nicht, dass sie die Heizungspumpe stufenweise regulieren können und lassen sie auf Werkseinstellungen laufen. Das ist die höchste Stufe und meistens gar nicht nötig. </li>



<li><strong>Modern geregelte Pumpen</strong> dagegen regulieren sich elektronisch selbst in einem vorher festgelegten Leistungsspektrum, typischerweise liegt dieses zwischen 25 und 60 Watt. Die Pumpstärke passt sich der tatsächlich benötigten Leistung, also der gewünschten Wärme, an. Welche Wärme Sie sich wünschen, stellen Sie am Thermostatventil an Ihrem Heizkörper ein. Dieses und das Thermostat für die Außentemperatur dienen der Heizungspumpe als Informationsquelle. </li>



<li><strong>Hocheffizienzpumpen</strong> sind die Weiterentwicklung von elektronisch geregelten Pumpen. Sie passen ihre Drehzahl automatisch an den aktuellen Bedarf an. Fortschrittliche Modelle bringen die erforderte Heizleistung mit einem minimalen Energieverbrauch zwischen 3 und 18 Watt – kein Vergleich zu alten Stromfressern. Diese Pumpen vermeiden zudem Energieverluste durch Strömungswiderstände. Dies stellt sicher, dass keine Energie verpufft. Sie läuft nur dann, wenn es nötig ist und nur so stark, wie es auch nötig ist. Hocheffizienzpumpen bieten außerdem nützliche Funktionen. Sie analysieren zum Beispiel, wo im Heizkreislauf Energieverluste auftreten, die Sie dann beheben lassen können. </li>
</ul><hr class="wp-block-separator has-css-opacity"><button class="get-the-angebote">UNverbindliche Anfrage an Heizungsbauer hier stellen!</button><hr class="wp-block-separator has-css-opacity"><h2 class="wp-block-heading" id="hinweise-zur-bedienung">Hinweise zur Bedienung </h2><p class="wp-block-paragraph">Damit Ihre Heizungspumpe möglichst energieeffizient arbeitet, gibt es einige Bedienhinweise, die Sie beachten sollten.</p><h3 class="wp-block-heading">Wie stellen Sie Ihre Umwälzpumpe richtig ein? </h3><p class="wp-block-paragraph">Um nicht unnötig Energie zu verbrauchen und Geld zu sparen, lohnt es sich, die Leistung Ihrer Heizungspumpe an Ihren tatsächlichen Bedarf anzupassen. Die Heizungspumpe sollte auf der kleinstmöglichen Leistungsstufe eingestellt sein, um Strom zu sparen. <strong>Mehrstufige Pumpen</strong> lassen sich manuell einstellen. Innerhalb der Stufen ist zwar keine gezielte Regulierung möglich, Sie können aber einen Versuch wagen und die nächst niedrigere Stufe testen. Bleiben Ihre Räume dann immer noch gleich warm, ist das optimal. Dann senken Sie den Stromverbrauch, ohne Wärmeverlust in Ihrem Zuhause. </p><p class="wp-block-paragraph">Bei <strong>elektrisch geregelten Pumpen</strong> können Sie Ihren Bedarf ganz variabel einstellen. Da können Sie auch etwas rumprobieren, bis Sie die geeignete Kombination zwischen niedrigster möglicher Leistungsstufe und Ihrer Wohlfühltemperatur erwischen. </p><p class="wp-block-paragraph">Achten Sie außerdem auf die <strong>richtige Dimensionierung</strong> Ihrer Heizungspumpe. Oftmals sind Modelle eingebaut, die viel zu stark sind für das, was sie tatsächlich an Leistung bringen müssen. </p><p class="wp-block-paragraph">Nutzen Sie die <strong>Zeitregelung</strong>! Am besten Sie stellen Ihre Heizung so ein, dass die Heizungspumpe und der Heizkreislauf stillstehen, wenn sie nicht gebraucht werden, zum Beispiel mithilfe der <a href="https://www.heizungsbau.net/magazin/nachtabsenkung-heizung-20162544">Nachtabsenkung</a> oder mit der Umstellung auf Sommerbetrieb. </p><div class="articleNoticeableHint">
<div class="articleNoticeableHintHead">TIPP:</div>
<div class="articleNoticeableHintBody" style="text-align: left;">Lassen Sie einen hydraulischen Abgleich durchführen! Dieser sorgt für einwandfreies Funktionieren, weil Störungen erkannt und beseitigt werden, damit das Warmwasser wieder ungehindert fließen kann. Einen hydraulischen Abgleich führt ein Heizungsfachmann durch.</div>
<div></div>
</div><h3 class="wp-block-heading">Sollten Sie die Umwälzpumpe ganz abschalten? </h3><p class="wp-block-paragraph">Wenn Sie Ihre <strong>Heizung abschalten</strong>, zum Beispiel weil Sie diese im Sommer nicht benötigen, sollten Sie auch prüfen, was die Heizungspumpe so macht. Denn manche Heizungspumpen müssen separat abgeschaltet werden. Ist die Heizungspumpe möglicherweise immer noch aktiv, auch wenn die Heizungsanlage gar nicht mehr arbeitet? Sie können das ganz einfach herausfinden, indem Sie direkt an dem kleinen Pumpgerät lauschen oder Ihre Hand darauf legen. Wenn die Pumpe ganz sachte summt und vibriert oder sich etwas erwärmt, dann läuft sie. </p><p class="wp-block-paragraph">Bei alten, meist einstufigen Heizungspumpen kommt es nicht selten vor, dass der Motor ohne Unterbrechung läuft, unabhängig davon, ob die Heizung selbst an oder aus ist. Das ist generell ganz schön unpraktisch: Sie verschwendet Strom und gibt permanent ein rauschendes Geräusch von sich. Dann können Sie die Heizungspumpe getrost abschalten. Allerdings dürfen Sie die Abschaltung nur vornehmen, wenn Sie die Heizung tatsächlich nicht mehr brauchen. Wenn die Heizung im Stand-by-Betrieb läuft, dann geht es nicht ohne die Heizungspumpe. Kurzum: <strong>Heizung aus – Pumpe aus, Heizung an – Pumpe an</strong>. </p><div class="articleNoticeableHint">
<div class="articleNoticeableHintHead">Aber Achtung!</div>
<div class="articleNoticeableHintBody" style="text-align: left;">Sie dürfen ausschließlich die Heizungspumpe für den primären Heizkreislauf, also für die Erwärmung der Heizkörper, ausschalten. Alle Pumpen, die Ihr Brauchwasser, also das Warmwasser aus Ihrem Wasserhahn, zirkulieren lassen, müssen eingeschaltet bleiben. Wenn Sie sich nicht sicher sind, kontaktieren Sie am besten einen Fachmann.</div>
<div></div>
</div><h2 class="wp-block-heading" id="kosten">Kosten </h2><p class="wp-block-paragraph">Wenn Sie im Rahmen eines Heizungs-Neueinbaus, einer Reparatur- oder Modernisierungsmaßnahme eine neue Pumpe brauchen, sollten Sie sich für ein modernes, energieeffizientes Modell entscheiden. In der Regel Sie erhalten dafür auch Förderungen. </p><h3 class="wp-block-heading">Wie viel kostet eine Umwälzpumpe? </h3><p class="wp-block-paragraph">Müssen oder wollen Sie sich eine neue Umwälzpumpe anschaffen, sollten Sie sich ein modernes Gerät zulegen. Das kann dann zwar etwas mehr kosten, längerfristig sparen Sie aber Energiekosten. </p><p class="wp-block-paragraph">Die modernsten und effizientesten Modelle sind <strong>Hocheffizienzpumpen</strong>. Je nachdem, für welches Modell Sie sich entscheiden, müssen Sie für eine neue Pumpe und deren Einbau <strong>zwischen 300 und 500 Euro</strong> rechnen. Teuer werden die Geräte durch eine hohe Leistungsfähigkeit, um auch große Gebäude bedienen zu können, oder durch digitale Features. </p><p class="wp-block-paragraph">Mit Hocheffizienzpumpen können Sie bei gleicher Heizleistung bis zu 100 Euro pro Jahr sparen. In wenigen Jahren sind die Anschaffungskosten also wieder vollständig gedeckt. </p><button class="get-the-angebote">Hier kostenlose &amp; unverbindliche Anfrage einstellen!</button><h3 class="wp-block-heading">Gibt es Fördermöglichkeiten?</h3><p class="wp-block-paragraph"> Es ist auch ratsam, sich über Fördermöglichkeiten zu informieren. </p><ul class="wp-block-list">
<li>Das <strong>Bundesministerium für Wirtschaft und Energie</strong> (<em>BMWi</em>) fördert die Heizungsoptimierung mit einem Zuschuss von bis zu 30 Prozent. Dazu zählen auch die Umrüstung auf Hocheffizienzpumpen und die Durchführung des hydraulischen Abgleichs. </li>



<li>Auch die <strong>Kreditanstalt für Wiederaufbau</strong> (<em>KfW</em>) bietet im Rahmen des Programms Energieeffizient sanieren oder das Investitionszuschuss-Programm finanzielle Unterstützung an. </li>
</ul><h2 class="wp-block-heading" id="fazit">Fazit </h2><p class="wp-block-paragraph">Die Umwälzpumpe ist zwar nur ein kleiner Bestandteil einer Heizungsanlage, jedoch ist sie unverzichtbar für den Heizkreislauf. Sie pumpt das Heizungswasser vom Heizkessel durch die Rohre zu den Heizkörpern und ist sozusagen der Motor des Heizsystems. Durch ständiges Pumpen beschleunigt das kleine Gerät, das direkt am Heizkessel sitzt, das Wasser, sodass es genug Schwung bekommt, um einmal rundum durch das Rohrsystem zu fließen. </p><p class="wp-block-paragraph">Die Heizungspumpe sorgt dafür, dass sich das Wasser schnell genug in Bewegung setzt, wenn Sie das Thermostatventil aufdrehen. Dafür hat sie in ihrem Inneren einen kleinen Motor mit einem Rotor und einer Antriebsspule. Bei sogenannten Nassläuferpumpen, die im privaten Gebrauch am häufigsten zu finden sind, läuft das Strömungswasser in Rohrhülsen direkt durch das Gehäuse und wird darin quasi angeschubst. </p><p class="wp-block-paragraph">Eine Heizungspumpe sollte hinsichtlich ihrer Energieeffizienz nur dann laufen, wenn sie auch wirklich gebraucht wird. Dafür eignen sich besonders moderne Geräte wie Hocheffizienzpumpen. Diese richten sich automatisch nach dem genauen, aktuellen Bedarf. Dadurch geht keine Energie verloren und Ihr Stromverbrauch sinkt. Die Anschaffung und der Einbau von modernen Pumpen liegen preislich bei etwa 300 bis 500 Euro. Sie können sich die Modernisierung von der KfW-Bank oder dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie bezuschussen lassen.</p>The post <a href="https://www.heizungsbau.net/magazin/was-ist-eine-umwaelzpumpe-20194112">Was ist eine Umwälzpumpe? Aufbau und Funktion</a> first appeared on <a href="https://www.heizungsbau.net/magazin">Heizungsbau.net</a>.]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		
		<link>https://www.heizungsbau.net/magazin/heizungswasseraufbereitung-vdi-2035-20194104</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Margarethe Lohneis]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 26 Nov 2019 16:27:04 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Heizungstechnik]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.heizungsbau.net/magazin/?p=4104</guid>

					<description><![CDATA[<p>Ihre Heizkörper gluckern und werden nicht mehr warm? Meistens ist es des Rätsels Lösung, die Heizungsanlage zu entlüften und wieder mit frischem Wasser zu befüllen. Doch Vorsicht: Verwenden Sie dafür kein Trinkwasser aus der Leitung! Sonst kommt es zu Schäden durch Kalk, Rost und Korrosion. Um diese Gefahr zu bannen, wurde die VDI 2035 verfasst. [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p class="wp-block-paragraph">Ihre Heizkörper gluckern und werden nicht mehr warm? Meistens ist es des Rätsels Lösung, die Heizungsanlage zu entlüften und wieder mit frischem Wasser zu befüllen. Doch Vorsicht: Verwenden Sie dafür kein Trinkwasser aus der Leitung! Sonst kommt es zu Schäden durch Kalk, Rost und Korrosion. Um diese Gefahr zu bannen, wurde die VDI 2035 verfasst. Sie regelt offiziell, wie Sie mit dem richtigen Heizungswasser wirksam Wärmeerzeuger, Ventile, Pumpen und Rohre in Ihrer Heizungsanlage schützen und mithilfe der Heizwasseraufbereitung einen tadellosen Betrieb gewährleisten.</p><div class="articleTableOfContent">
<div style="text-align: center;"><strong>Inhaltsverzeichnis</strong></div>
<ol class="articleTableOfContentList">
    <li><a href="#schaeden-an-ihrer-heizung-vermeiden-vdi-2035-beachten">Schäden an Ihrer Heizung vermeiden – VDI 2035 beachten</a></li>
    <li><a href="#keine-kompromisse-beim-heizungswasser">Keine Kompromisse beim Heizungswasser</a></li>
    <li><a href="#moeglichkeiten-zur-heizungswasseraufbereitung">Möglichkeiten zur Heizungswasseraufbereitung</a></li>
    <li><a href="#heizung-mit-aufbereitetem-wasser-befuellen">Heizung mit aufbereitetem Wasser befüllen</a></li>
    <li><a href="#kosten-fuer-die-heizungswasseraufbereitung">Kosten für die Heizungswasseraufbereitung</a></li>
    <li><a href="#fazit">Fazit</a></li>
</ol>
</div><h2 class="wp-block-heading">Alles auf einen Blick:</h2><ul class="wp-block-list"><li>Kalk-, salz- oder säurehaltiges Heizungswasser schadet Ihrer Heizungsanlage nachhaltig. Im schlimmsten Fall ist diese nicht mehr betriebsfähig. </li><li>Die Schäden im Heizkreislauf sind laut VDI 2035 Blatt 1 und VDI 2035 Blatt 2 auf Steinbildung und Korrosion zurückzuführen. </li><li>Die Richtlinienreihe VDI 2035 schreibt deshalb genaue Werte für die Qualität von Heizungswasser vor, damit Ihre Heizung störungsfrei funktionieren kann. </li><li>Entspricht Ihr Heizungswasser zu Hause diesen Werten nicht, schlägt die Richtlinie drei Verfahren zur Heizungswasseraufbereitung vor: Enthärtung, Entsalzung und pH-Wert-Stabilisation. </li><li>Für eine Aufbereitung sollten Sie mit mindestens 150 Euro rechnen.</li></ul><h2 class="wp-block-heading" id="schaeden-an-ihrer-heizung-vermeiden-vdi-2035-beachten">Schäden an Ihrer Heizung vermeiden – VDI 2035 beachten </h2><p class="wp-block-paragraph">Die VDI- Richtlinie 2035 Vermeidung von Schäden in Warmwasser-Heizungsanlagen legt fest, wie Ihre Heizungsanlage und Ihr Heizungswasser für einen reibungslosen Betrieb beschaffen sein müssen. </p><h3 class="wp-block-heading">Was beinhaltet die VDI 2035? </h3><p class="wp-block-paragraph">Die VDI 2035 behandelt dabei drei Ursachen, die die Funktion Ihrer Heizung gefährden und deshalb verhindert werden müssen. Die Richtlinie legt für jeden dieser Bereiche zum einen die schadhaften Folgen, zum anderen mögliche Lösungswege dar. </p><ul class="wp-block-list"><li><strong>Steinbildung:</strong> <br>Hier geht es nicht um echte Steine, sondern um Kalkablagerungen auf den Wärmeüberträgerflächen, zum Beispiel an den Rohren. Diese entstehen, wenn Heizungswasser mit hohem Anteil an Erdalkali-Ionen auf heiße Flächen trifft. Dadurch kommt es zu einer chemischen Reaktion, durch die sich Kalk absetzt. </li><li><strong>Korrosion durch Wasser:</strong> <br>Aus der Verbindung zwischen Eisen, Wasser und Sauerstoff entsteht Rost. Dieser zersetzt metallische Materialien. Rost frisst sich regelrecht durch Ihre Heizungsrohre und sorgt dafür, dass diese nicht mehr dicht sind. Außerdem kann sich aus abgelagertem Rost auch sogenannter Schwarzschlamm bilden, der Verstopfungen der Bauteile mit sich bringt. </li><li><strong>Korrosion durch Abgase: </strong><br>Heizungsabgase beinhalten zum Beispiel Salzsäure, Schwefelsäure oder Salpetersäure. Das säurehaltige Abgaskondensat greift wie Rost sämtliche Bestandteile Ihrer Heizung an. Dieser Teil der VDI wendet sich hauptsächlich an Hersteller, Planer und Fachbetriebe aus dem Heizungsbau. Eine sachgerechte Planung und Montage von Warmwasser-Heizanlagen reduziert das Risiko der abgasseitigen Korrosion auf ein Minimum. </li></ul><p class="wp-block-paragraph">Bis März 2019 bestand die VDI 2035 noch aus drei einzelnen Blättern. Mittlerweile behandelt Blatt 1 sowohl die Steinbildung als auch die wasserseitige Korrosion und Blatt 2 die abgasseitige Korrosion. Seit die Übergangszeit im Mai 2019 endete, gilt Blatt 3 nicht mehr. </p><h3 class="wp-block-heading">Was ist Heizungswasser nach der VDI 2035? </h3><p class="wp-block-paragraph">Um langfristige Schäden durch Steinbildung und Korrosion zu vermeiden, muss Heizungswasser bestimmte Eigenschaften bezüglich <strong>Härte</strong>, <strong>pH-Wert</strong> und <strong>elektrischer Leitfähigkeit</strong> aufweisen. Eine Heizungsanlage kann nur dann optimal funktionieren, wenn das Wasser diesen Anforderungen entspricht. Ist es zu hart, verkalken die Leitungen. Ist es zu salzig, rosten die Bauteile schneller. Deshalb legt die VDI-Richtlinie genaue Werte fest. </p><p class="wp-block-paragraph">Bei der Wasserhärte spielen zudem die technischen Daten Ihrer Heizungsanlage eine Rolle. Wie hart das Heizungswasser genau sein darf, ist abhängig von Heizleistung, Wasserfüllmenge und Heizflächengröße. Die VDI 2035 gibt eine <strong>Tabelle zur Wasserhärte</strong> vor, mit deren Hilfe Sie den individuellen Wert für Ihr Zuhause ermitteln können.</p><table class="article-table">
<thead>
 <tr>
   <th>Heizleistung in kW</th>
   <th colspan="2">Wasserhärte bei einer Kesselheizfläche von 20 l/kW</th>
   <th colspan="2">Wasserhärte bei einer Kesselheizfläche zwischen 20 l/kW und 50 l/kW</th>
   <th colspan="2">Wasserhärte bei einer Kesselheizfläche ab 50 l/kW</th>
 </tr>
</thead>
<tbody>
 <tr>
   <td></td>
   <td>mol/m3</td>
   <td>°dH</td>
   <td>mol/m3</td>
   <td>°dH</td>
   <td>mol/m3</td>
   <td>°dH</td>
 </tr>
 <tr>
   <td>Kleiner als 50</td>
   <td>&lt; 3</td>
   <td>≤ 16,8</td>
   <td>2</td>
   <td>≤ 11,2</td>
   <td>0,02</td>
   <td>&lt; 0,11</td>
 </tr>
 <tr>
   <td>Zwischen 50 und 200</td>
   <td>2</td>
   <td>≤ 11,2</td>
   <td>1,5</td>
   <td>≤ 8,4</td>
   <td>0,02</td>
   <td>&lt; 0,11</td>
 </tr>
 <tr>
   <td>Zwischen 200 und 600</td>
   <td>1,5</td>
   <td>≤ 8,4</td>
   <td>0,02</td>
   <td>&lt; 0,11</td>
   <td>0,02</td>
   <td>&lt; 0,11</td>
 </tr>
 <tr>
   <td>Ab 600</td>
   <td>0,02</td>
   <td>&lt; 0,11</td>
   <td>0,02</td>
   <td>&lt; 0,11</td>
   <td>0,02</td>
   <td>&lt; 0,11</td>
 </tr>
</tbody>
</table><p class="wp-block-paragraph"></p><div class="articleNoticeableHint">
<div class="articleNoticeableHintHead">Was ist hartes Wasser?</div>
<div class="articleNoticeableHintBody" style="text-align: left;">Calcium und Magnesium machen das Wasser hart. Die beiden Salze heißen deshalb auch Härtebildner. Die Konzentration dieser Salze bestimmt die Wasserhärte. Diese wird entweder in °dH (deutscher Härtegrad) oder mol/m3 (Mol pro Kubikmeter) gemessen. 1 °dh entspricht einer Menge von 10 Milligramm Calcium oder 7,19 Milligramm Magnesium pro Liter.</div>
<div></div>
</div><h3 class="wp-block-heading">Welches Wasser ist das richtige? </h3><p class="wp-block-paragraph">Das richtige Heizungswasser muss diesen Anforderungen entsprechen:</p><ul class="wp-block-list"><li><strong> Härtegrad: </strong><br>Die richtige Wasserhärte für Ihre Anlage können Sie der zugehörigen Tabelle entnehmen. Sie sollten Ihre Heizungsanlage ausschließlich mit Wasser befüllen, das weich genug ist. Auch wenn das heißt, dass Sie es enthärten müssen. </li><li><strong>Elektrische Leitfähigkeit:</strong> <br>Die elektrische Leitfähigkeit ist das Maß für den Salzgehalt im Wasser. Sie sollte so niedrig wie möglich sein, am besten unter 100 Mikrosiemens pro Zentimeter. Häufig ist dies nur durch eine Entsalzung des Heizungswassers zu erreichen. Ausnahme: Der Wert darf nur dann über 100 Mikrosiemens pro Zentimeter liegen, wenn die Sauerstoffkonzentration im Wasser unter 0,02 Milligramm pro Liter liegt. </li><li><strong>pH-Wert:</strong> <br>Wasser mit zu niedrigem pH-Wert kann Korrosion auslösen oder beschleunigen. Deshalb muss der pH-Wert in einem nicht-schädlichen, basischen Bereich liegen zwischen 8,2 und 10,5. In diesem Bereich ist keine Kohlensäure mehr in Wasser vorhanden. Liegt der pH-Wert darunter, ist das Wasser zu sauer. Für Aluminiumwerkstoffe ist der Wert fix vorgeben, er muss ziemlich genau bei 8,5 liegen. </li><li><strong>Sauerstoff:</strong> <br>Je weniger Sauerstoff im Wasser ist, umso besser. Denn der Sauerstoff ist sozusagen das Nahrungsmittel der Korrosion. Sein Anteil sollte unter 0,1 Milligramm pro Liter liegen. </li></ul><div style="height:15px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div><hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"><div class="callout"><div class="head">Benötigen Sie Hilfe für Ihr Heizungsprojekt?</div><div class="body">Erhalten Sie Angebote von Fachbetrieben in Ihrer Nähe.</div><button type="button" class="get-the-angebote" data-et-type="CTA-Banner">Jetzt unverbindlich Anfrage stellen</button></div><hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"><div style="height:15px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div><h2 class="wp-block-heading" id="keine-kompromisse-beim-heizungswasser">Keine Kompromisse beim Heizungswasser </h2><p class="wp-block-paragraph">Damit eine moderne Heizungsanlage lange funktioniert, muss die Qualität des Füll- und Umlaufwassers passen. Die bittere Wahrheit ist, dass kalk- und salzhaltiges Rohwasser Ihre Heizung auf ganzer Ebene zerstört. </p><h3 class="wp-block-heading">Warum ist Heizungswasseraufbereitung heutzutage sinnvoll? </h3><p class="wp-block-paragraph">Moderne Heizungsanlagen sind deutlich effizienter als ihre Vorgänger. Sie verbrauchen bei gleicher Leistung weniger Energie. Kompakte Bauteile wie Wärmetauscher und Co. garantieren durch dünnere Wandstärken und geringere Rohrdurchmesser eine möglichst<strong> verlustarme Energieübertragung</strong>. Meistens sind die Bauteile aus Edelstahl oder Aluminium und reagieren wesentlich empfindlicher auf zu hartes oder korrosives Leitungswasser als alte Geräte. </p><p class="wp-block-paragraph">Heutzutage besitzt eine Heizungsanlage häufig einen <strong>großen Pufferspeicher</strong>. Dadurch steigt das Wasservolumen im Vergleich zur Heizfläche im Wärmetauscher des Heizkessels. Die größere Wassermenge bietet ein erhöhtes Risiko, dass sich Kalk, Rost oder Schlamm ablagern und den Wärmetauscher schädigen. </p><hr class="wp-block-separator"><button class="get-the-angebote">Jetzt Heizungsbauer in der Nähe kostenlos anfragen!</button><hr class="wp-block-separator"><h3 class="wp-block-heading">Welche Folgen hat das falsche Heizungswasser? </h3><p class="wp-block-paragraph">Heizungswasser, das nicht der VDI-Qualität entspricht, zerstört durch Steinbildung und Korrosion Ihre Heizungsanlage. Sie ist dann nicht mehr in der Lage, ihre Leistung zu erbringen: </p><ul class="wp-block-list"><li>Bereits eine Kalkschicht von 1 Millimeter auf dem Wärmetauscher kann die Energieeffizienz um 10 Prozent reduzieren. </li><li>Muldenkorrosion und Lochfraß greifen Pumpen stark an und machen sie unbrauchbar. </li><li>Steinbildung führt zu Überhitzung, Spannungsrissen und Siedegeräuschen am Wärmeerzeuger. </li><li>Kalkbeläge vermindern Rohrdurchmesser und erhöhen damit den Strömungswiderstand für das Heizwasser, das dann deutlich langsamer fließt. </li><li>Ablagerungen verschlammen den Heizkreislauf und verstopfen Ventile. </li><li>Korrosionsreste gelangen in den Heizkessel und richten Schäden im Inneren an. </li><li>Zu niedrige pH-Werte lösen die Schutzschichten auf metallischen Bauteilen auf und begünstigen Korrosion. </li><li>Die Verwendung von falschem Heizungswasser kann einen Garantieverlust von Seiten des Herstellers nach sich ziehen. </li></ul><div class="articleNoticeableHint">
<div class="articleNoticeableHintHead">TIPP:</div>
<div class="articleNoticeableHintBody" style="text-align: left;">Achten Sie zwingend auf die Angaben des Herstellers Ihres Heizkessels zur notwendigen Wasserqualität. Nur wenn Sie diese Anforderungen während des Betriebs einhalten, gewährt Ihnen der Hersteller eine Garantie. Tun Sie das nicht, verletzen Sie die Garantiebedingungen. Die meisten Hersteller legen die VDI 2035 dieser Einschätzung zugrunde.</div>
<div></div>
</div><h2 class="wp-block-heading" id="moeglichkeiten-zur-heizungswasseraufbereitung">Möglichkeiten zur Heizwasseraufbereitung </h2><p class="wp-block-paragraph">Wenn Ihr Heizungswasser von der geforderten Norm abweicht, kann es Ihre Anlage dauerhaft schädigen. Doch es gibt eine Lösung für dieses Problem: Sie können Ihr Leitungswasser aufbereiten oder, wie es in der Fachsprache heißt, konditionieren. </p><h3 class="wp-block-heading">Welche Verfahren zur Heizwasseraufbereitung gibt es nach der VDI 2035?</h3><p class="wp-block-paragraph">Prinzipiell gibt es zwei Verfahren, die die VDI 2035 unterscheidet: </p><ul class="wp-block-list"><li><strong>Heizwasseraufbereitung: </strong>Dem Wasser werden schädigende Stoffe, zum Beispiel Härtebildner, entzogen. </li><li><strong>Heizwasserbehandlung:</strong> Dem Wasser werden neutralisierende Stoffe, sogenannte Korrosionsschutz-Inhibitoren, zugefügt.</li></ul><p class="wp-block-paragraph">Die VDI-Richtlinie sieht eine Zugabe von künstlichen Mitteln, die beispielsweise den pH-Wert verändern sollen, jedoch nur in Ausnahmefällen vor. Die populärsten Methoden sind Wasserenthärtung und Wasserentsalzung.  </p><h4 class="wp-block-heading"><strong>Wie funktioniert die Enthärtung?</strong></h4><p class="wp-block-paragraph"> Um hartes Leitungswasser zu enthärten und es von den Härtebildnern Calcium und Magnesium zu befreien, kommt ein sogenannter <strong>Ionenaustauscher</strong> zum Einsatz. Dieser entzieht dem Wasser seine Calcium- und Magnesium-Ionen beziehungsweise tauscht diese gegen Natrium-Ionen aus. Das Ergebnis ist weiches, aber nicht vollständig entsalztes Wasser. Läuft eine Heizungsanlage mit enthärtetem Wasser, spricht die VDI 2035 von salzhaltiger Fahrweise. </p><h4 class="wp-block-heading"><strong>Wie funktioniert die Entsalzung? </strong></h4><p class="wp-block-paragraph">Bei der Entsalzung filtert ein spezieller <strong>Mischbettionenaustauscher </strong>sämtliche Salze aus dem Wasser, zum Beispiel Chlorid, Nitrat und Sulfat. Im Mischbettionenaustauscher befinden sich Patronen, die alle gelösten Salze vollständig entfernen, auch die Härtebildner Calcium und Magnesium. Im Gegensatz zur Enthärtung besitzt vollentsalztes Wasser dann keinerlei Mineralien mehr. Daher kommt die VDI-Bezeichnung salzfreie Fahrweise. </p><p class="wp-block-paragraph">Eine weitere Möglichkeit bietet das Verfahren der Umkehrosmose. In einer <strong>Osmoseanlage</strong> filtert eine feinporige Membran neben Bakterien oder Pestiziden auch sämtliche salzhaltigen Partikel aus dem Wasser und leitet diese ins Abwasser. Die Membran lässt ausschließlich Wassermoleküle passieren. Dadurch entsteht reines, bakterien- und kalkfreies, vollentsalztes Wasser. </p><h4 class="wp-block-heading"><strong>Wie funktioniert die Stabilisierung des pH-Wertes? </strong></h4><p class="wp-block-paragraph">Bei der Vollentsalzung des Heizungswassers gibt es einen negativen Nebeneffekt: Der pH-Wert kann auf ein so niedriges Niveau sinken, dass die Wasserqualität wieder abnimmt. Deshalb gibt es <strong>flüssige pH-Stabilisatoren</strong>, zum Beispiel Trinatriumphosphat, die dem Heizungswasser aus Kartuschen zugefügt werden. Dieses Verfahren heißt Alkalisierung und gehört zum Bereich der Wasserbehandlung. </p><div class="articleNoticeableHint">
<div class="articleNoticeableHintHead">TIPP:</div>
<div class="articleNoticeableHintBody" style="text-align: left;">Nach der Entsalzung von Heizungswasser sollten Sie unbedingt den pH-Wert überwachen. Ein starkes Absinken oder Ansteigen kann Ihre Heizungsanlage beschädigen. Eine erste Kontrolle des pH-Wertes sollten Sie bereits 8 bis 12 Wochen nach der Befüllung der Heizung mit dem vollentsalzten Wasser veranlassen.</div>
<div></div>
</div><h3 class="wp-block-heading">Gibt es noch andere Möglichkeiten zur Heizwasseraufbereitung? </h3><p class="wp-block-paragraph">Ist in der VDI 2035 die Rede von Wasseraufbereitung, ist ausschließlich die Enthärtung, die Entsalzung oder die pH-Wert-Stabilisierung gemeint. Wenn Sie Ihre Heizung bereits mit ungeeignetem Wasser betrieben haben, ist es sehr wahrscheinlich, dass sich Kalk und Rost abgelagert haben. Sie können diese schädlichen Ablagerungen zwar gut aus dem Wasser herausfiltern, an der Ursache, dem schlechten Heizungswasser, ändern Sie dadurch jedoch nichts. Es wird sich neuer Dreck bilden, den Sie wieder herausfiltern müssen. Eine Filterung ist außerdem nur dann möglich, wenn sich die Schadstoffe bereits gelöst haben. Vorhandener Rost kann sich ungehindert weiter durch die Rohre fressen. Ähnlich ist es bei einem zu hohen Sauerstoffgehalt. Sie können das Rohrsystem entgasen, aber die natürliche Sauerstoffkonzentration im Leitungswasser bleibt. </p><p class="wp-block-paragraph">Filterung und Entgasung sind zwar gute <strong>Möglichkeiten zur Schadensbegrenzung</strong>. Aber anders als Maßnahmen zur Wasseraufbereitung bewirken sie keine dauerhafte Verbesserung des Heizungswassers. Deshalb finden die bloße Filterung und die Entgasung auch keine Erwähnung in der VDI-Richtlinie. </p><hr class="wp-block-separator"><button class="get-the-angebote">Jetzt Heizungsbauer in der Nähe kostenlos anfragen!</button><hr class="wp-block-separator"><h4 class="wp-block-heading"><strong>Wie funktioniert die Filterung? </strong></h4><p class="wp-block-paragraph">Rost, Kalk oder Algen verstopfen Pumpen, Wärmetauscher und Armaturen. Dem kann ein Filter entgegenwirken. Ein geeignetes Filtergerät ist zum Beispiel der sogenannte <strong>Schlammabschneider</strong>. </p><h4 class="wp-block-heading"><strong>Wie funktioniert die Entgasung?</strong></h4><p class="wp-block-paragraph">Luft hat in einer Heizung nichts verloren. Sauerstoff verstärkt die Korrosion. Stickstoff blockiert die Warmwasserverteilung. Sind die Gase einmal in Ihrem Heizkreislauf, müssen sie schnell wieder raus. Am einfachsten geht dies mit einem <strong>automatische Entlüfter</strong>. </p><h2 class="wp-block-heading" id="heizung-mit-aufbereitetem-wasser-befuellen">Heizung mit aufbereitetem Wasser befüllen </h2><p class="wp-block-paragraph">Früher noch selbstverständlich beim Befüllen der Heizung: Schlauch an die Trinkwasseranlage anschließen, Ventil öffnen und die Anlage so lange befüllen, bis der Druck wieder hoch genug ist. Jetzt ist das nicht mehr so einfach. Denn Sie dürfen Ihre Heizungsanlage nur mit Wasser befüllen, dass der VDI 2035 entspricht, zum Beispiel mit enthärtetem Wasser. </p><h3 class="wp-block-heading">Wie können Sie Heizungswasser auffüllen? </h3><p class="wp-block-paragraph">Jede Art der Wasseraufbereitung funktioniert etwas anders. Gemeinsam haben diese jedoch, dass das jeweilige Aufbereitungsgerät <strong>zwischen dem Trinkwasser-Anschluss und dem Heizungs-Füllanschluss</strong> eingesetzt wird. Normalerweise hat das Enthärtungs- oder Entsalzungsgerät zu diesem Zweck zwei Schlauchanschlüsse. Das zu harte Trinkwasser läuft durch das Aufbereitungsgerät und fließt enthärtet oder entsalzt weiter in die Heizungsanlage. </p><p class="wp-block-paragraph">Die vorgegebene Füllmenge können Sei mithilfe eines zwischengeschalteten Wasserzählers kontrollieren. Bei der Befüllung mit entsalztem oder enthärtetem Wasser sollten Sie beziehungsweise der Heizungsfachmann sich an die Herstellervorgaben von Heizung und Aufbereitungsgerät halten. </p><p class="wp-block-paragraph">Vor der Befüllung der Anlage sollte diese idealerweise mit einem geeignetem Reiniger gespült werden. Hier darf jedoch nur der Fachmann ran. </p><h2 class="wp-block-heading" id="kosten-fuer-die-heizungswasseraufbereitung">Kosten für die Heizungswasseraufbereitung </h2><p class="wp-block-paragraph">Die Kosten für die Aufbereitung von Heizungswasser variieren leicht. Je nachdem, für welche Variante Sie sich entscheiden. </p><h3 class="wp-block-heading">Was kostet Heizungswasseraufbereitung? </h3><ul class="wp-block-list"><li>Kleine Enthärtungsarmaturen auf Basis des Ionentauschers gibt es bereits für 150 Euro, für größerer Anlagen sollten Sie mit 400 bis 900 Euro rechnen. </li><li>Ein Mischbettionentauscher als tragbares Gerät mit Durchflussmessgerät kostet Sie zwischen 200 und 450 Euro. Größere, feststehende Anlagen liegen bei etwa 900 Euro. </li><li>Osmoseanlagen zur Entsalzung gibt es ab etwa 150 Euro. Die meisten Anlagen, die sich für Heizungen eignen, kosten um die 300 Euro. Große Anlagen mit einer höheren Leistungsfähigkeit liegen bei 900 Euro. </li><li>Nachspeisesets für die Stabilisierung des pH-Wertes, wenn sich dieser durch die Vollentsalzung verändert hat, kosten zwischen 150 und 200 Euro. Kombinierte Anlagen, also Entsalzung inklusive Nachspeisung kosten mindestens 500 Euro. </li><li>Ein Schlammabschneider, der das Leitungswasser nicht nachhaltig reinigt, sondern nur Ablagerungen herausfiltert, kostet circa 100 Euro. </li><li>Automatische Entlüfter liegen preislich zwischen 10 und 50 Euro. </li></ul><h2 class="wp-block-heading" id="fazit">Fazit </h2><p class="wp-block-paragraph">Die Richtlinienreihe VDI 2035 dient dem Schutz Ihrer Heizanlage. Ausgehend von den möglichen Schäden durch ungeeignetes Heizwasser ist der Leitfaden in zwei Blätter unterteilt. VDI 2035 Blatt 1 beschäftigt sich mit der Steinbildung und der wasserseitigen Korrosion, VDI 2035 Blatt 2 mit der abgasseitigen Korrosion. Während letztere sich hauptsächlich an Heizungshersteller und -bauer richtet, hilft Blatt 1 auch Ihnen weiter. Sie erfahren, was Kalk und Rost Ihrer Heizung antun können und wie Sie verhindern, dass Ihnen die Heizung deshalb ausfällt. </p><p class="wp-block-paragraph">Dazu macht die VDI klare Vorgaben: Das Heizwasser sollte eine elektrische Leitfähigkeit unter 100 Mikrosiemens pro Zentimeter, einen pH-Wert zwischen 8,2 und 10,5 sowie einen Sauerstoffgehalt unter 0,1 Milligramm pro Liter aufweisen. Außerdem sollte es weich genug sein. Ihren individuellen Wert können Sie der Tabelle zur Wasserhärte entnehmen, die die technischen Daten Ihrer Heizung miteinbezieht. </p><p class="wp-block-paragraph">Es ist sehr wahrscheinlich, dass Sie etwas nachhelfen müssen, um diese optimalen Werte zu erreichen. Dazu haben Sie verschiedenen Möglichkeiten zur Heizungswasseraufbereitung: Enthärtung, Entsalzung und pH-Wert-Stabilisation. Durch die Aufbereitung schützen Sie Ihren Heizkreislauf dauerhaft. Manche Geräte sind bereits ab 150 Euro erhältlich.</p>The post <a href="https://www.heizungsbau.net/magazin/heizungswasseraufbereitung-vdi-2035-20194104">Heizungswasseraufbereitung: Das sagt die VDI 2035</a> first appeared on <a href="https://www.heizungsbau.net/magazin">Heizungsbau.net</a>.]]></content:encoded>
					
		
		
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